Erstellt am 12. Januar 2016, 11:37

Raubüberfälle auf NÖ Supermärkte neuerlich verhandelt. Am Landesgericht Krems werden am Donnerstag die Überfälle auf fünf Supermärkte in Niederösterreich neu verhandelt.

 |  NOEN, ROBERT PARIGGER (APA (Archiv/Parigger))
Vier Litauer müssen sich verantworten. Drei von ihnen waren im Mai 2015 von einem Schöffensenat zu zwölf, zehn und sechs Jahren Haft verurteilt worden. Das Trio berief.

Laut Richard Simsalik, Sprecher des Landesgerichtes Krems, sind die Urteile Ende Oktober zum Teil aufgehoben worden. Die sei insbesondere hinsichtlich Paragraf 143 StGB (schwerer Raub) der Fall gewesen.

Verfahren im Mai

Im Verfahren im Mai hatte sich der Haupttäter als einziger schuldig bekannt. Er erhielt mit zwölf Jahren die höchste Strafe, für zwei Landsleute setzte es zehn bzw. sechs Jahre. Das Verfahren gegen einen weiteren angeklagten Litauer war zuvor ausgeschieden worden. Am Donnerstag stehen alle vier Männer wieder vor Gericht.

Dem Quartett werden Überfälle auf Lebensmittelmärkte verschiedener Handelsketten in Kleinpertholz in der Gemeinde Heidenreichstein (Bezirk Gmünd), in Korneuburg, Krems, Oberhausen in der Gemeinde Groß Enzersdorf (Bezirk Gänserndorf) und in Böheimkirchen (Bezirk St. Pölten) im Herbst 2014 zur Last gelegt. In Summe waren etwa 18.000 Euro erbeutet worden.

Vor dem mutmaßlich sechsten Coup am 22. November 2014 wurden drei der Beschuldigten in Böheimkirchen gestellt. Dem nunmehrigen Erstangeklagten gelang die Flucht. Er wurde später festgenommen und ausgeliefert.