Erstellt am 21. Januar 2016, 04:13

von Erich Voglauer

Regie-Talent aus Krems. Der Film „Noriko“ von Christian Jilka zeigt eine Zukunft der menschenähnlichen Maschinen. Gedreht wurde im Bezirk Krems.

Das Filmteam von „Noriko“: Patricia Lucia Jakubowski (Hauptdarstellerin), Simmy Kailath (Hauptdarsteller), Lukas Sieberer, Christoph Leopold, Lukas Löffler, Nina Keidies, Valentin Bauer, Michael Hauswirth, Felix Marks, Mai Nguyen und Matthias Lee. Im Vordergrund Regisseur Christian Jilka.  |  NOEN, privat

Seit der Filmpremiere von „Noriko“ im Kremser Kesselhauskino kann man gewiss sein: Da wachsen Filmgrößen heran. Dirigent der kleinen, feinen Truppe an jungen Leuten ist Christian Jilka, derzeit Student an der Münchener Medienakademie.

Sein Werk, bei dem er Regie führte, ist mit 30 Minuten Filmlänge kurz und eindrucksvoll. Der Dreh umfasste im August 2015 nur zehn Tage, an verschiedensten Drehorten in Krems und im Bezirk. Für Jilka stand fest, dass es für die im Film beschriebene Welt keine anderen Drehorte geben würde. Deshalb wurde in Krems/Stein, in der Hammerschmiede in Stiefern, auf der Ruine Dobra und im Schloss Wetzlas gefilmt.

„Noriko“ führt in eine Zukunft der menschenähnlichen Maschinen. Im Mittelpunkt steht Kestas, der seine Frau Dalia durch eine Krankheit verloren hat. Geplagt von Einsamkeit, erbaut er ein genaues Ebenbild seiner Dalia. Einen Roboter, der ihn über seinen Verlust hinwegtrösten soll.

Auf den ersten Blick dreht sich alles um das Nicht-Akzeptieren von Verlusten sowie die Unfähigkeit, Dinge loszulassen. Menschliche Schwächen gegen die Gefühllosigkeit einer Maschine. Aber auch Themen wie der Kampf zwischen Wissenschaft und Religion, die moralische Frage der Schöpfung künstlichen Lebens sowie eine Natur nach der menschlichen Zivilisation spielen eine große Rolle.