Krems

Erstellt am 06. Juli 2016, 06:24

von Udo Sagl

Billige Bauweise rächt sich: Kremser Parkhaus bröckelt. Unbedacht im wahrsten Sinne des Wortes: Das Parkhaus Ringstraße ist undicht und muss nun dringend saniert werden.

Wasser sickert durch: Witterungsschäden am Parkdeck. Foto: Lechner  |  Lechner

„Da ist wohl bei der Planung geschlampt worden“, vermutet FPÖ-Gemeinderat Walter Rosenkranz. Es geht um die Tatsache, dass das Parkdeck Ringstraße nach rund drei Jahrzehnten „witterungsbedingte Schäden“ aufweist.

Im Klartext: Das Gebäude ist in höchstem Maße undicht. Hauptgrund: Das Obergeschoß hat kein Dach. Deshalb sickert regelmäßig so viel Regenwasser durch, dass mittlerweile die Gesamtkonstruktion darunter leidet.

„Zwang der Moneten“

Was die FPÖ „Schlamperei“ nennt, bezeichnet ÖVP-Finanzstadtrat Erwin Krammer als seinerzeitigen „Zwang der Moneten“. Man habe sich damals aus Kostengründen für eine relativ billige Bauweise ohne Dach entschieden. „Auch die ÖBB war am Bau beteiligt und hätte höhere Investitionen nicht akzeptiert. Da war ein gewisser Druck zum Sparen da.“

Wie auch immer: Nun gilt es, das Parkhaus möglichst rasch gründlich zu sanieren und weitere Schäden zu verhindern. Der Belag des Obergeschoßes muss abgetragen, neu asphaltiert und entsprechend abgedichtet werden. In der Folge wird ein schützendes Dach errichtet, wobei der gesamte Kostenaufwand auf rund 390.000 Euro geschätzt wird.

Außerdem plant das Rathaus, das Parkdeck durch die baldige Umwidmung von ungenutzten (und leeren) Dauerparkplätzen zu Kurzparkplätzen aufzuwerten. „Wir führen bereits konkrete Gespräche“, so SPÖ-Verkehrsstadtrat Alfred Scheichel.