Schiltern

Erstellt am 28. Mai 2017, 05:54

von Gertrude Schopf

Schauraum: Kreisgraben im Bild. Der Verein Rugus hat im Schloss Schiltern Informationen zu den jüngsten archäologischen Entdeckungen zusammengestellt.

Schauraum-Eröffnung: Vizebürgermeister Leopold Groiß, Gustav Lehmerhofer und Hans Böhm vom Verein Rugus, Landtagspräsident Hans Penz, Alois Huber (Rugus) und Ortsvorsteher Harald Groll.  |  Chris Leneis

Es war die Sensa tion im Vorjahr: der Nachweis, dass im Ort Schiltern eine Kreisgrabenanlage besteht, die belegt, dass hier etwa 4.800 Jahre vor Christus schon Menschen gelebt haben.

Zu sehen ist auf dem Acker im Norden der Ortschaft nichts von der historischen Anlage. Eine Vorstellung davon kann man sich aber im neuen Schauraum im Schloss machen: Auf einer großen Schautafel wird die Drei-Graben-Anlage schematisch dargestellt, prägnante Informationen zu der damaligen Zeit (Jungsteinzeit) werden aufgelistet.

Auch einige Funde (Tonscherben) sowie Nachbildungen (beispielsweise eines vor Ort gefundenen möglicherweise männlichen Torsos) werden zur Schau gestellt. Auf weiteren Tafeln werden die Historie Schilterns und der Umgebung, die Geologie, Flora und Fauna erläutert, und die Volksschüler haben sich in Zeichnungen Gedanken zur Funktion der Kreisgräben gemacht.

Ebenso Ortsvorsteher Harald Groll, der bei der Eröffnung des Schauraums mutmaßte, es sei eine „Schutzeinrichtung für den Schilterner Wein“ gewesen ...

Die Mitglieder von „Rugus“ (Institut für Regionalraumkultur und Geschichte um Schiltern) betreuen den Schauraum, der täglich (außer Dienstag) von 10 bis 18 Uhr kostenlos zugänglich ist.