Erstellt am 03. Dezember 2015, 05:08

von Karl Pröglhöf

Sind die Hotels in Krems zu teuer?. Das Buchungsportal HOTEL DE hat anhand der Bewertungen seiner Kunden einen Preis-Leistungs-Index für Hotels erstellt. Dabei schneidet Krems schlecht ab.

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Innerhalb Europas kommt Österreich auf einer 10-Punkte-Skala mit 7,86 auf Rang 5 (Spitzenreiter Tschechien mit 8,13, Schlusslicht Dänemark mit 6,37).

In Österreich führen die Hotels in Dornbirn mit 8,04 die Zufriedenheitsliste an, Krems ist hinter Baden und Bregenz mit 7,01 Punkten das Schlusslicht.

Sind die Kremser Hotels also zu teuer?

Adelheid de Durand, Direktorin des Steigenberger Avance Hotels, stellt die Wertigkeit dieses Rankings generell infrage: „Von unseren 50.000 Nächtigungen im Vorjahr sind nur 40 Buchungen über diese Plattform erfolgt. Das ist nicht repräsentativ.“

Ähnlich sieht es auch Klaus Grech vom Hotel „Unter den Linden“ in der Schillerstraße: „Das ist eine relativ kleine Plattform, da messe ich der Aussagekraft nicht allzu große Bedeutung zu. Eines muss man aber zugeben: Es entsprechen nicht alle Häuser in Krems einem zeitgemäßen Standard.“

Diese Auffassung vertritt auch Michael Födrich, Direktor des Arte-Hotels beim Campus: „Außerdem geben eher die unzufriedenen Gäste eine Bewertung ab. Es fällt auf, dass die Noten für Einrichtung, Sauberkeit, Freundlichkeit meist um ein bis zwei Punkte höher liegen als beim Preis. Es kann halt nie billig genug sein.“

Zur Orientierung die aktuellen Hotelpreise:

Steigenberger: Standard-Doppelzimmer ab 184 Euro.

„Unter den Linden“: Doppelzimmer ab 80 Euro.

Arte-Hotel: DZ um 145 Euro.

Parkhotel: DZ ab 88 Euro.

Alte Post: DZ ab 66 Euro.

Klinglhuber: DZ um 90 Euro.

Orange Wings: 59 Euro.

Goldener Engel: 96 Euro.