Erstellt am 06. Mai 2016, 14:04

von Gerhard Spanring

Spannender Vortrag von Renate Lind. Die vielseitige Kremser Autorin gab Einblick in Leben und Werk von Erich Kästner.

Maria Schiffinger, Obfrau des Kremser Literaturforums, und Renate Lind beim Vortrag über Erich Kästner.  |  NOEN

Renate Lind, Vorstandsmitglied des Kremser Literaturforums und vielseitige - sowie vielfach ausgezeichnete - Kremser Autorin, hat sich nach langwierigen akribischen Recherchen Leben und Lebenswerk eines Prominenten – wie bereits sechzehnmal zuvor – ausgesucht. Es ist der Schriftsteller, Buchautor und Drehbuchschreiber Erich Kästner.

Bei ihrem Vortrag im Salzstadl schilderte sie den weiten Weg – über Entbehrungen und Schreibverbot unter dem NS-Regime – bis zu Erfolgen und Auszeichnungen für Kästner durch Bücher wie „Emil und die Detektive“, „Pünktchen und Anton“, „Das fliegende Klassenzimmer“, „Das doppelte Lottchen“ oder „Konferenz der Tiere“ – mit visionärem Vorausblick auf Kriege, Hungersnöte und Umweltzerstörung.

1899 in Dresden geboren, wächst Kästner in ärmlichen Verhältnissen auf, stets behütet und vereinnahmt von seiner besorgten Mutter, fühlte sich stets als Sprachrohr der Außenseiter und Benachteiligten. 1925 graduiert er zum Doktor der Philosophie. 1974 stirbt der Kettenraucher an Speiseröhrenkrebs.