Erstellt am 31. Dezember 2015, 03:43

„Sparer? Dann sind Sie kein Bankkunde“. Seltsamer Vorfall in einem Kremser Geldinstitut: Eine höfliche Bitte um einen Tischkalender wurde abgelehnt.

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„Ich hab’ geglaubt, ich höre schlecht.“ Walter Haug aus Zeiselberg kann es immer noch nicht fassen, was er in der BAWAG-Filiale Landersdorferstraße erlebt hat.

Es war wenige Tage vor Weihnachten. Haug, seit über 20 Jahren treuer BAWAG-Sparer, wollte, wie jedes Jahr im Dezember, etwas einzahlen. Gleichzeitig bat er – ebenfalls wie jedes Jahr – höflich um einen Tischkalender. „Bis dahin war das niemals ein Problem“, berichtet er.

Diesmal aber lehnte der Filialleiter die Bitte ab. „Ich kann Ihnen keinen Tischkalender geben. Sie sind kein Bankkunde von uns!“, hieß es laut Aussage von Haug.

„Ich hätte ein Konto haben müssen, ein Sparbuch gilt offensichtlich nicht“, ärgert sich der abgewiesene Kunde. Er hat sein Sparbuch mittlerweile aufgelöst und das Geld zu einer anderen Bank gebracht, wo er problemlos einen Kalender bekam.

Eine Entschuldigung kam rasch

Die BAWAG-PSK-Zentrale in Wien bedauert den grotesken Vorfall, stellt ihn jedoch eher als Missverständnis dar: „Unsere Kollegen von der Filiale Landersdorferstraße haben uns informiert, dass die Filiale mit Kalendern für 2016 bereits knapp bestückt war, daher wurde Herr Haug ersucht, sich in seine Stammfiliale in der Brand-strömstraße zu bemühen, wo Kalender noch verfügbar waren“, erklärt Georgia Schütz von der Pressestelle des BAWAG-Konzerns. Schütz abschließend: „Wir möchten uns bei Herrn Haug im Namen der Mitarbeiter aufrichtig entschuldigen.“