Erstellt am 04. Juni 2016, 14:39

Spatenstich für den Bau der Landesgalerie NÖ. Am Samstag nahmen Landeshauptmann Erwin Pröll, Bürgermeister Reinhard Resch, die Architekten Bernhard und Stefan Marte sowie der Künstlerische Direktor Christian Bauer den offiziellen Spatenstich für den Bau der Landesgalerie Niederösterreich vor.

Spatenstich für den Bau der Landesgalerie Niederösterreich: die Architekten Stefan und Bernhard Marte, der Künstlerische Direktor Dr. Christian Bauer, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Bürgermeister Dr. Reinhard Resch. (v.l.n.r.)  |  NOEN, NLK / Ernst Reinberger
Am Samstag ist der offizielle Spatenstich für den Bau der Landesgalerie auf der Kunstmeile Krems erfolgt. Das neue Museum wird auf 3.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche österreichisches Kunstschaffen zeigen und einen Teil der Bestände der Landessammlungen Niederösterreich sowie Privatkollektionen präsentieren. Die erste Schau soll im Frühjahr 2018 eröffnet werden.

Alle rund 400 Gäste erhielten am Samstag einen Spaten geschenkt, um gemeinsam mit Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP), dem Kremser Bürgermeister Reinhard Resch (SPÖ), den Architekten Bernhard und Stefan Marte und dem künstlerischen Direktor Christian Bauer symbolhaft am Bau mitzuwirken, teilten die Kunstmeile Krems und der Landespressedienst in Aussendungen mit. Für musikalische Unterhaltung sorgte das erste Wiener Gemüseorchester, der dazugehörende Koch bereitete Gemüsesuppe für die Besucher zu.

"Bereicherung der Lebensqualität“

Architekt Bernhard Marte beschrieb das Aussehen des künftigen Museums als "ein gedrehter Würfel, der sich an den historischen Bauten, an der Ordnung der Stadt, orientiert". Eine große Terrasse in einer Höhe von 18 Metern soll einen Ausblick auf die Donau bis Stift Göttweig bieten.

Die Landesgalerie Niederösterreich als Kompetenzzentrum für zeitgenössische Künstler und bildende Kunst nehme in der kulturpolitischen Strategie des Landes "eine Schlüsselrolle" ein, betonte Pröll. Neben dem neuen Museum in Krems sei die Urgeschichte in Asparn/Zaya und Mistelbach angesiedelt, die Archäologie in Carnuntum und die Volkskunde in Niedersulz, das künftige "Haus der Geschichte" in St. Pölten wird die Landesgeschichte zeigen. "Wir nähern uns damit einem Punkt, wo die kulturelle Infrastruktur ziemlich komplettiert ist", sagte der Landeshauptmann.

„Höhepunkt im Ausbau der NÖ Kulturszenerie“

Der viergeschoßige Museumsneubau wird neben einem Ausschnitt der Landessammlungen, die insgesamt rund 60.000 Kunstwerke umfassen, auch Privatkollektionen, etwa von Ernst Ploil oder Helmut Zambo, präsentieren. In einer Veranstaltung mit dem künstlerischen Direktor Bauer spricht Ploil am 17. Juni um 18.30 Uhr im Literaturhaus in Krems über seine Sammlungsschwerpunkte. Am 13. September gibt Zambo in einem Expertengespräch einen Einblick in seine Kollektion.

Der Neubau wird unterirdisch mit der gegenüberliegenden Kunsthalle Krems verbunden, die nach mehr als 21 Jahren mit 1,3 Millionen Besuchern vorübergehend ab 20. Juni wegen Renovierung schließt. Im Rahmen der Bauarbeiten wird das Dach saniert, zudem werden die Ausstellungsräume und der Eingangsbereich neu gestaltet. Außerdem werden die Büroräumlichkeiten erweitert und eine Studienbibliothek aus den Beständen der Kunstmeile Krems eingerichtet. Die Kunsthalle soll am 1. Juli 2017 wiedereröffnet werden.
 
Nähere Informationen: http://www.landesgalerie-noe.at