Erstellt am 11. September 2015, 10:42

Stadt Krems richtet Koordinationsstelle für Flüchtlingshilfe ein. Eine neue Koordinationsstelle wird die Zusammenarbeit zwischen der Diakonie und Stadt koordinieren und sich um einen effizienten Einsatz der ehrenamtlichen Helfer und privaten Initiativen kümmern.

 |  NOEN, Bauer Karl/Wikimedia
„Wir haben eine große Welle an Hilfsbereitschaft erlebt. Dafür sind wir sehr dankbar. Wir haben aber auch die Erfahrung gemacht, dass richtig Helfen nicht immer einfach ist“, so die Stadträtinnen Eva Hollerer und Mag. Anna Wegl, die nun mit der Einrichtung einer städtischen Koordinationsstelle Strukturen für die Flüchtlingshilfe in Krems schaffen.

Die Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge werden von der Diakonie im Auftrag des Landes organisiert. In enger Zusammenarbeit mit ihr wird nun der Verein Impulse unter der Leitung der Sozialarbeiterin Manuela Leoni die Hilfsangebote von Privaten koordinieren. Dabei wird es vor allem um Alltagsbegleitung, Freizeitaktivitäten, Sprachförderung und gesellschaftliche Integration gehen.

Übervolles Sachspendenlager

Die Hilfsbereitschaft der Kremserinnen und Kremser war bisher so groß, dass die Sachspendenlager übervoll sind. Derzeit können keine neuen Spenden entgegen genommen werden. Was am dringensten gebraucht wird, ist Wohnraum. „Vor allem müssen wir uns darauf einstellen, dass unsere Hilfe auf Dauer gebraucht wird“, sagt Leoni. „Mit den passenden Strukturen werden wir es schaffen, ein großes Netzwerk aufzubauen und längerfristig Hilfe anzubieten, die sich am Bedarf der Flüchtlinge orientiert“, so Leoni.

Wichtige Informationen für alle, die helfen wollen:
 
Private Wohnangebote, Kontakt: Flüchlingsdienst der Diakonie, Tel. 0664 88 302 303, www.diakonie.at/fluechtlingsdienst .
 
Geldspenden: Spendenkonto der Stadt Krems, Verwendungszweck „Flüchtlingshilfe Krems“, PSK-Konto, IBAN: AT72 6000 0000 0757 1257, BIC: OPSKATWW
 
Koordinationsstelle der Stadt Krems, Verein Impulse, Ringstraße 23, Tel. 0676 840 803 204, office@impulse.at