Erstellt am 01. März 2016, 04:14

von Thomas Werth

Stadt Krems senkt Schulden auf 125 Millionen Euro. Schuldenstand der Stadt ist seit 2010 um rund 25 Millionen Euro geschrumpft. Rund ein Zehntel entfällt auf Franken-Kredite.

 |  NOEN, Grafik Bischof

 Die Stadt Krems hat ihren Schuldenstand mit Ende 2015 auf 124,8 Millionen Euro reduzieren können - dies berichtete Stadtrat Erwin Krammer dem Gemeinderat. 94,4 Millionen entfallen auf die Stadtverwaltung, 30,4 Millionen auf Tochtergesellschaften (100%-Beteiligung). Damit konnte der Schuldenstand seit 2010 um rund 25 Millionen Euro gesenkt werden.

2016 sollen mindestens drei weitere Millionen abgebaut werden. Zu verdanken ist dies den restriktiven Obergrenzen für neue Darlehen. Dadurch kann kontinuierlich mehr zurückgezahlt werden als neu aufgenommen werden muss. Die Stadt nimmt im heurigen Jahr eine Million Euro an Krediten auf, im Jahr 2017 gibt es keine neuen Darlehen.

Chaloupek: Balanceakt gelungen

Etwas mehr als ein Zehntel der Schulden (15,9 Millionen Euro) waren Ende 2015 Schweizer Franken-Darlehen – das entsprach einem Zeitwertkurs von 22,7 Millionen Euro. Diese werden Ende 2016 auf 14,1 Millionen Euro (Zeitwertkurs 19,9 Millionen) sinken.

Für Stadtrat Wolfgang Chaloupek zeigt Krammers Bericht die gelungene Balance zwischen Sparen und Finanzieren. Den Zeitwertkurs der Franken-Darlehen möchte Chaloupek nicht überbewerten: „Das sind Buchwertverluste. Wer sagt, dass es sich bis 2022 (Anm.: Laufzeit-Ende der Darlehen) nicht positiv für uns entwickelt?“

Für KLS-Mandatar Wolfgang Mahrer ist der Schuldenbericht zwar positiv, er meint aber, dass ein Dank dafür unverdient sei. „Weil es dieselben Parteien waren, die zur Anhäufung der Schulden beitrugen und die den sorglosen Umgang mit dem Geld der Bürger verantworten müssen.“ Den Großteil der Schulden hat die Stadt übrigens bei der Kommunalkredit Austria AG (über 36 Millionen) und der BAWAG (25 Millionen Euro).