Erstellt am 17. September 2015, 05:57

von Thomas Werth

Stadt und AMS laden zu Arbeitsmarktgipfel. Vertreter der Stadt, des AMS und von diversenInteressensvertretungen möchten positive Trendwende erreichen.

 |  NOEN, APA/Herbert Neubauer

"Die Tendenz geht in die falsche Richtung, wir müssen uns alle zusammensetzen", erklärt Bürgermeister Reinhard Resch. Zusammen mit AMS-Chef Erwin Kirschenhofer hat er daher die Idee geboren, bei einem Kremser Arbeitsmarktgipfel die Vertreter diverser Interessensvertretungen und Institutionen an einen Tisch zu bringen. Das erste Treffen findet am Montag, 21. September, statt. „Wir waren uns alle sofort einig, es gab überhaupt keine Terminkomplikationen. Die Resonanz ist von allen Seiten positiv“, weist Resch darauf hin, dass alle den Ernst der Lage erkannt haben.

Freie Arbeitsplätze finden

Zehn Personen werden beim ersten Treffen dabei sein, im Oktober ist der nächste Termin anberaumt. Ziel ist es, möglichst viele freie Arbeitsplätze zu finden – bereits nach dem ersten Treffen sollen Maßnahmen präsentiert werden. „Wir werden von den Beteiligten aktiv einfordern, möchten die Ergebnisse transparent machen“, erklärt Kirschenhofer. Endgültige Bilanz des Arbeitsmarktgipfels soll im Juni nach dem letzten Treffen gezogen werden.

Auslöser für den Gipfel war der Monat Juli, als erstmals seit langer Zeit die Arbeitslosigkeit in Krems stärker als im NÖ-Schnitt gestiegen ist. Die Zahlen steigen aber seit längerem kontinuierlich an. „Im Jänner und Februar hatten wir einen Rekordwert an Arbeitslosen seit 1945“, erklärt Kirschenhofer. Schwerpunkt des Gipfels seien vor allem Jugendliche und Personen ab 50 Jahren.

Resch denkt zudem bereits einen Schritt weiter: „Der nächste Arbeitsmarktgipfel wird auf Bundesebene steigen. Wenn dann neue Mittel zur Verfügung gestellt werden, können wir diese schneller nutzen.“

Wunderdinge solle sich aber niemand erwarten. „Unser Arbeitsmarktgipfel wird nicht alles lösen können, zumal man auch die wirtschaftliche Entwicklung berücksichtigen muss. Aber wir machen was“, so Resch.

Die NÖN wird regelmäßig über den Arbeitsmarktgipfel berichten.


Die Teilnehmer

Folgende Personen beziehungsweise Vertreter von Institutionen/Interessensvertretungen werden beim ersten Kremser Arbeitsmarktgipfel an einem Tisch versammelt sein:

  • Bürgermeister Reinhard Resch

 

  • AMS: Erwin Kirschenhofer

 

  • Arbeiterkammer: Doris Schartner    

 

  • Wirtschaftskammer: Thomas Hagmann

 

  • ÖGB: Rudolf Kernstock

 

  • Industriellenvereinigung: Klaus Stachelberger

 

  • Kremser Wirtschaftsbeirat: Walter Stiefler

 

  • Kremser Kaufmannschaft

 

  • Wirtschaftsstadtrat Erwin Krammer

  • Wirtschaftsservicestelle: Matthias Slatner