Erstellt am 02. Februar 2016, 04:18

von Martin Kalchhauser

"Straußen-Jagd" erfolgreich. Straußenland-Chef Wolfgang Gärtner aus Schönberg konnte Tier bei Altenburg einfangen. Montag kam es zu seinem Besitzer in Wolfshoferamt zurück.

Schönbergs Straußenland-Chef Wolfgang Gärtner mit dem von ihm in der Nähe von Altenburg eingefangenen Emu, der mittlerweile wieder an seinen Besitzer in Wolfshoferamt zurückgegeben werden konnte.  |  NOEN, Johann Lechner

Eine kuriose Meldung beschäftigte am 30. Jänner die Exekutive: Ein entlaufener Vogel Strauß war gesichtet worden, als er vom Schloss Rosenburg auf der Straße Richtung Ort lief. Weitere Anrufe beorderten die Polizisten schließlich auf die L 53 zwischen Rosenburg und Altenburg. Parallel wurde der Schönberger Wolfgang Gärtner, Besitzer der dortigen Straußenfarm, zu Hilfe gerufen.

Die erste Vermutung der Polizisten war nämlich, dass das Tier aus dessen Betrieb entlaufen sein könnte. Gärtner gelang es schließlich, rund eine Stunde nach der ersten Sichtung, das Tier – es handelte sich um einen ausgewachsenen, rund 1,5 Meter großen Emu – einzufangen.

„Dass mir das gelungen ist, war außergewöhnlich“, erzählt Gärtner, der seit über 20 Jahren Strauße hält. „Es geht nämlich nur, wenn man den Vogel bei den Flügelstümpfen packen kann.“ Kurze Zeit später liefen im Straußenland Schönberg elf statt zehn Emus herum. „Aber das Tier gehört nicht mir“, musste der Fachmann die Polizisten enttäuschen.

"Ein zehn Jahre altes Männchen"

Wie Gärtner berichtet, handelt es sich beim gefundenen Emu um ein etwa zehn Jahre altes Männchen („Das kann man bei diesen Tieren fast nur am Geräusch erkennen!“), das bis zu 50 km/h schnell laufen kann.

Am Montagvormittag klärte sich das Rätsel um die Herkunft des Vogels. Er war aus einem privaten Gehege des Kremser Arztes Michael Benedikt in Wolfshoferamt ausgerissen. Der Besitzer konnte sich sein Tier, das schon einige Tage gefehlt hatte, abholen.

Gegenüber der NÖN wollte er zum Vorfall keinen Kommentar 


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