Erstellt am 01. Dezember 2015, 05:18

von Christian Leneis

Streit um Gebühren in Lengenfeld. In Lengenfeld stimmt die ÖVP gegen Gebührenerhöhungen, obwohl die Landesregierung diese vehement eingefordert hat.

Bürgermeister Kopetzky will die Mängel beheben.  |  NOEN, Christian Leneis

Heftige Diskussionen beim Nachtragsvoranschlag: Gegen die Stimmen der ÖVP beschlossen SPÖ und Bürgerliste dringend nötige und von den Gebarungsprüfern des Landes geforderte Gebührenanpassungen. „Das ist den Bürgern nicht zumutbar!“, begründet die ÖVP ihre Verweigerung. „Gerade die ÖVP hat durch ihre frühere Geschäftsführung die Maßnahmen des Landes zu verantworten!“, heißt es von der Gegenseite. Fest steht jedenfalls, dass es um die Gemeindefinanzen nicht besonders gut steht und die Gemeinde die Vorgaben des Landes umsetzen muss, um nicht zu einer „Sanierungsgemeinde“ zu werden.

Mit Jahresbeginn 2016 werden jedenfalls unter anderen die Friedhofsgebühren, die Wasserbezugs- und -bereitstellungsgebühren, die Kanalgebühren und auch die Hundeabgabe teils empfindlich angehoben. Neu ist auch, dass ein Versäumnis der vergangenen Jahre aufgehoben wird: Lengenfeld hat seit Jahren beim Kanal ein Trennsystem für Schmutz- und Regenwasserabflüsse. Verrechnet wurden aber immer nur die Mischwassergebühren.

Schnitt wäre nicht notwendig gewesen

„Wir befinden uns dann mit unseren Abgaben immer noch im Durchschnitt der Gebühren im Bezirk Krems“, heißt es aus der Gemeindestube. Bürgermeister Christian Kopetzky: „Wären die Gebühren in den vergangenen Jahren immer wieder moderat angehoben worden, wäre ein derartig großer Schnitt heute nicht notwendig gewesen!“

Kopetzky berichtete der NÖN gegenüber weiter, dass die Gemeinde Lengenfeld beispielsweise bei den Begräbnissen in den vergangenen Jahren jeweils ein Defizit von rund 300 Euro zu verzeichnen gehabt habe.