Erstellt am 03. November 2015, 05:02

von Karl Pröglhöf

Neue Bühne für das städtische Leben. Siegerprojekt definiert den Bereich vor dem Steinertor als multifunktionalen Treffpunkt für die Kremser.

Präsentierte Siegerprojekt: Bürgermeister Reinhard Resch mit Friedrich und Lukas Göbl.  |  NOEN, Foto: Johann Lechner

Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Erst vier Monate nach der Jury-Entscheidung durfte das Siegerprojekt für die Neugestaltung des Südtirolerplatzes im Zuge des Tiefgaragenbaus der Öffentlichkeit präsentiert werden (

).

Gewonnen hat das Kremser Architekturbüro Göbl mit der sehr großzügigen Lösung eines weitgehend von Einbauten und Bäumen freien Platzes zwischen Steinertor und Landesgericht. „Wir haben aus der Idee einer historischen Piazza heraus eine zeitgemäße Bühne für das städtische Leben entwickelt“, umreißt Lukas Göbl die Grundidee. Gestalterische Qualität, Funktionalität, städtebauliche Einbindung sowie Wirtschaftlichkeit in der Errichtung und im Betrieb zählten zu den Ausschreibungskriterien. Es gab sechs Einreichungen.

„Der Südtirolerplatz wird architektonisch aufgewertet, und es entsteht ein Ort, der den Bürgern zusätzliche Lebensqualität bringt“, freut sich Bürgermeister Reinhard Resch über den neuen Stadtplatz, der für Feste, Konzerte (für rund 600 Gäste), Märkte und Public Viewings genutzt werden kann. Das Beleuchtungskonzept sieht kein grelles Licht, sondern eine gedämpfte, fast mystische Ausleuchtung vor.

Bauarbeiten sollen 2017 abgeschlossen sein

Für die Umsetzung vorgesehen sind 1,3 Millionen Euro. Die notwendige Änderung des Flächenwidmungsplans soll im November im Gemeinderat beschlossen werden, die Bauverhandlung im Februar 2016 stattfinden. Danach soll rasch mit dem Bau begonnen werden. Ziel ist es, dass die Arbeiten Mitte 2017, und damit noch vor dem nächsten Wachauer Volksfest, abgeschlossen sind.

Die „Interessensgemeinschaft Südtirolerplatz“, die gegen Tiefgarage und Umgestaltung auftritt, sieht den Weltkulturerbe-Status in Gefahr und lädt indessen zu einem Vortrag (Donnerstag, 12. November, 19 Uhr, Gasthof Klinglhuber) von Wilfried Posch ein. Er ist der zuständige Monitoring-Beauftragte der UNESCO-Kommission und hat sich schon beim Projekt der neuen Landesgalerie skeptisch geäußert.

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