Erstellt am 03. Februar 2016, 04:13

von Petra Vock

Tauchgang zu uralten Brücken-Pfeilern. Speziell ausgebildete Bundesheer-Taucher waren tagelang im Einsatz, um die Mauterner Brücke zu untersuchen.

Ein Strömungsschild sollte den Bundesheertauchern die Arbeit erleichtern, aber die Bedingungen waren schwierig.  |  NOEN, Johann Lechner
Was war denn da los? Bei starker Strömung stürzten sich in der Vorwoche Bundesheer-Einsatztaucher in die winterlich kalten Donaufluten, um die Mauterner Brücke zu untersuchen.

„Reine Routine“, beruhigt Helmut Postl, Leiter der Abteilung Brückenbau des Amtes der NÖ Landesregierung. Für den Tauchgang gab es keinen konkreten Anlass, sondern er war Teil des umfassenden Zustandsberichtes über die Mauterner Brücke, dessen Ergebnisse heuer noch vorliegen sollen und der über das Schicksal der Brücke entscheiden wird.

Montag bis Donnerstag im Einsatz

Pioniertaucher der Melker Pioniere waren von Montag bis Donnerstag der Vorwoche im Einsatz, um mit speziellen Sonargeräten die Brückenpfeiler zu untersuchen – unter schwierigen Bedingungen: „Die Strömung war relativ stark, 2 bis 3 Meter pro Sekunde“, informiert Postl.

Die Einsatzkräfte nutzten eine schwimmende Arbeitsplattform, und vor den Tauchern wurde ein tonnenschwerer Strömungsschild ins Wasser gelassen, um die Fließgeschwindigkeit zu verringern. Trotzdem ist der Winter – wegen des niedrigeren Wasserstandes – ein relativ günstiger Zeitpunkt für diese Art von Untersuchungen.

Ein genauer Bericht wird erst erstellt, aber der erste Eindruck von den „Beinen“ der 120 Jahre alten Brücke sei erfreulich, so Postl: „Die Pfeiler sind in sehr gutem Zustand, es gibt nur Kleinigkeiten, die aber statisch keine Auswirkungen haben.“