Erstellt am 06. Oktober 2015, 04:12

von Thomas Werth

Tempo 30 ohne Chance?. Zuständige Behörde am Magistrat ortet mit den vorhandenenGeschwindigkeitsbegrenzungen einen guten Verkehrsfluss auf den Hauptstraßen in Stein.

Zu viel Verkehr auf der Steiner Donaulände: Bürger fordern daher eine Tempo-30-Beschränkung, um eine Verkehrsberuhigung zu erzielen. Laut Verkehrsstadtrat ist die Chance auf Umsetzung aber äußerst gering.  |  NOEN, Foto: Lechner

Die Steiner Donaulände muss verkehrsberuhigt werden - das war eines der großen Anliegen bei einer Podiumsdiskussion der Radlobby (die NÖN berichtete) über die Verkehrssituation in Stein. Unter anderem wurde eine Tempo-30-Beschränkung als kostengünstige Sofortmaßnahme gefordert. Doch die Realisierung dieser Forderung scheint in weite Ferne gerückt.

„Die Politik kann den Wunsch der Bevölkerung aufnehmen, die Entscheidung beziehungsweise Umsetzung über die verkehrstechnischen Angelegenheiten liegen aber nicht bei der Politik, sondern bei der Behörde, in diesem Fall bei der Leitung für ortspolizeiliche Angelegenheiten beim Magistrat“, stellt Verkehrsstadtrat Alfred Scheichel klar.

Und dort wurde laut Scheichel klargestellt, dass die derzeit gültigen Geschwindigkeitsbeschränkungen in Stein einen guten Verkehrfluss darstellen. „Handlungsbedarf sieht daher die Behörde derzeit nicht“, erklärt Scheichel. Außerdem sei auf der Donaulände weder im Pkw-, noch im Radverkehr eine Unfallhäufigkeit festzustellen.

„Lösungsvorschläge erfordern natürlich Zeit,
die man den Technikern auch geben muss"
Stadtrat Alfred Scheichel

Dennoch betont der Stadtrat, dass beim Vorliegen eines endgültigen Konzeptes, das den Verkehrsfluss auf der B 3 betrifft, auch die anderen verkehrsführenden Straßen in diesem Bereich nochmals geprüft werden. „Alles miteinander sollte dann eine kompatible Lösung darstellen“, so Scheichel.

Zu der Kritik an fehlender Info zu den künftigen Verkehrslösungen erklärt Scheichel: „Lösungsvorschläge, die die Begutachtung von Verkehrsführungen ebenso betreffen wie straßenbautechnische Angelegenheiten erfordern natürlich Zeit, die man den verantwortlichen Technikern auch geben muss.“

Keinen Zusammenhang mit der „Verkehrslösung Stein“ habe hingegen die auch bei der Diskussionsrunde von Scheichel vorgetragene Stadtbahn. „Sie ist aber ein zukunftsweisendes Projekt, das zu einer Entspannung beitragen kann und bei dem die Infrastruktur schon da ist“, erklärt Scheichel. Es ist im weiteren Rahmen des „Stadtentwicklungskonzeptes 2030 (Mobilität und Verkehr)“ vorgemerkt.

Übrigens: Der erste Radlobby-Stammtisch zum Thema Lebensqualität findet am Dienstag, 13. Oktober, um 19 Uhr im Salzstadl statt.