Erstellt am 01. Dezember 2015, 05:18

von NÖN Redaktion

Theiß und Ottenstein sorgen für Notstrom. Die beiden EVN-Kraftwerke können auch ohne Strom vonaußen wieder mit der Energieerzeugung beginnen.

 |  NOEN, www.industriebild.at

Stell dir vor, es geht das Licht aus: Die EVN ist für den Fall eines Blackouts gut gerüstet. Dank der „schwarzstartfähigen“ Kraftwerke in Theiß und Ottenstein kann ein „Inselnetzwerk“ aufgebaut werden.

„Das Problem ist nämlich, dass die meisten Kraftwerke Strom benötigen, um wieder Strom produzieren zu können. Deshalb können nach einem totalen Stromausfall nur sogenannte schwarzstartfähige Kraftwerke eigenständig mit dem Wiederaufbau des Stromnetzes beginnen. Mit dem Pumpspeicherkraftwerk Ottenstein und dem Gaskraftwerk Theiß hat die EVN zwei dieser strategisch wichtigen Kraftwerke“, erklärt EVN-Boss Peter Layr.

Notstromaggregat binnen zehn Sekunden

Im Fall des Falles startet in Theiß binnen zehn Sekunden ein Hochleistungs-Notstromaggregat – völlig autonom und mithilfe einer Batterie. Der Notstrom liefert Energie für die Leittechnik und die Pumpen. Ein Druckluftspeicher startet eine Gas-Turbine – und mit der Stromproduktion beginnt auch der schrittweise Wiederaufbau des Stromnetzes in Niederösterreich. Ebenso kann man mit dem gespeicherten Wasser im Staubecken von Ottenstein autark mit der Stromproduktion beginnen, sobald sich die Turbinen mit konstanter Geschwindigkeit drehen.

Priorität als Abnehmer haben Großverbraucher wie Krankenhäuser, Feuerwehren oder Telekom.