Krems

Erstellt am 19. Juli 2017, 05:06

von Gerhard Spanring und Thomas Werth

Tauben plagen die Bewohner Steins. Vor allem rund um die Pfarrkirche wächst die Population der Vögel. Diözese wird nun Maßnahmen setzen.

Foto: Spanring  |  Spanring

„Sie werden immer mehr, überall ist Taubenkot und das Gurren wird auch immer unerträglicher.“ In Stein waren die Bewohner schon einmal besser auf Tauben zu sprechen.

Kein Wunder: Die Tauben-Population nimmt ständig zu. Vor allem die Pfarrkirche scheint die gefiederten Tiere anzuziehen. Pfarrhof und Kirchturm sind besonders beliebte Tauben-Plätze.

„Wir können nicht einmal mehr auf den Kirchturm hinauf, weil die brütenden Tauben so aggressiv sind.“Kaplan Matthias Martin, Pfarrkirche Krems-Stein

„Ja, wir haben ein Taubenproblem“, bestätigt auch Hildegard Schandl, Vorsitzende des Pfarrgemeinderats. Und dieses ist mittlerweile so massiv, dass heuer sogar bereits eine Agape im Anschluss an eine Erstkommunion im Pfarrhof abgesagt werden musste. „Die Tauben hatten leider alles verdreckt“, so Schandl. Ein anschließendes Geschenk der „betroffenen“ Eltern, ein großer Taubenschreck, hat jedoch keinen Erfolg gehabt.

Die Tauben stellen aber nicht nur für die Pfarre ein Problem dar. „Unternehmer bezeichnen die Population schon als geschäftsschädigend. Die Steiner sind mittlerweile ziemlich kritisch, was die Tauben betrifft“, so Kaplan Matthias Martin.

Die Diözese plant daher nun Maßnahmen. „Wir sind dabei, die Kosten zu erheben. Wir wollen die Tauben jedenfalls nicht umbringen und sehr sorgsam umgehen“, heißt es dazu aus dem Bauamt der Diözese St. Pölten. So gibt es die Idee, über den Pfarrhof ein Netz zu spannen und die vorhandenen, aber nicht mehr gänzlich intakten Netze im Kirchturm zu erneuern. „Wir können dort nicht einmal mehr hinauf, weil die brütenden Tauben so aggressiv sind“, so Martin.

Eine Umsetzung der Maßnahmen ist in zwei bis drei Wochen denkbar.