Erstellt am 09. März 2016, 14:15

von APA/Red

Tierschutz-Länderreferenten tagten in Krems. Der Kampf gegen den illegalen Welpenhandel, Gatterjagd, Animal Hoarding und weitere Aspekte vom Wild- bis zum Nutztier sind bei der zweiten Landestierschutzkonferenz am Mittwoch in Krems diskutiert worden.

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Ministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) bezeichnete im Anschluss vor Journalisten die Zusammenarbeit mit den für den Vollzug des Tierschutzgesetzes zuständigen Ländern als besonders wichtig.

Die erste derartige Bundesländerkonferenz hatte vor einem Jahr in Wien stattgefunden. Niederösterreichs Landesrat Maurice Androsch (SPÖ) zufolge wurde vereinbart, im Zusammenhang mit der sogenannten Qualzucht - nicht nur von Hunden - seitens des Ministeriums einen Leitfaden zu erstellen. 

Verkauf in Zoofachgeschäften noch zeitgemäß?

"Am Start" sei ein Verbot des Verkaufs von exotischen Wildtieren auf Tierbörsen und Messen. Androsch sprach weiters die Tierhaltung und den Verkauf in Zoofachgeschäften an. Man müsse sich anschauen, ob dies noch zeitgemäß sei. Der illegale Welpenhandel müsse unterbunden werden. Die via "Kofferraum-Verkauf" abgesetzten jungen Hunde seien oft krank.

Sein steirischer Amts- und Parteikollege Jörg Leichtfried trat dafür ein, die Kontrolldichte in den Schlachthöfen zu intensivieren. Um den Konsumenten Hilfestellung beim Einkauf von Fleisch zu geben, sollte ein eigenes Label entwickelt werden, mit dem über die Art der Schlachtung informiert wird.

Auch Treibjagd war Thema

Ein weiterer Antrag aus der Steiermark befasste sich mit dem Aussetzen von Zuchttieren für die Treibjagd im Gatter. Angesprochen auf ein u.a. vom Verein gegen Tierfabriken (VGT) gefordertes Verbot der Gatterjagd meinte Leichtfried: "Wir wollen uns mehr Zeit für die Diskussion nehmen." Er verwies auf vielschichtige Aspekte wie etwa das Interesse an der Wiederansiedlung von Tierarten, der VGT kritisiere aber zu Recht das Aussetzen von Tieren ausschließlich zum Zweck des Abschusses.

Die burgenländische Tierschutzreferentin LR Verena Dunst (SPÖ) widmete sich dem oft aus übertriebener Tierliebe entstehenden Animal Hoarding ebenso wie der Frage gefährlicher "Exoten", die in Haushalten gehalten werden. Zusätzlich zu den Tierheimen brauche es Möglichkeiten wie Gnadenhöfe als Ausgedinge für nicht mehr vermittelbare Tiere.