Erstellt am 04. März 2016, 04:19

von Jutta Hahslinger

Verbohrter Stalker muss hinter Gitter. Vorstrafe hielt Verliebten (32) nicht davon ab, sein angebetetes Herzblatt weiter zu verfolgen. KREMS /  Über eineinhalb Jahre drängte ein 32-Jähriger einer Kremserin seine Zuneigung auf.

 |  NOEN, www.BilderBox.com

Über eineinhalb Jahre drängte ein 32-Jähriger einer Kremserin seine Zuneigung auf. Von Zurückweisungen der Angebeteten ließ sich der verliebte Kremser nicht abhalten: „Beim Spazierengehen oder Einkaufen, er tauchte auf. Er wurde zu meinem Schatten“, schildert das Opfer seufzend vor Gericht. Damit nicht genug, er habe ihr zwei bis drei Mal wöchentlich vor der Wohnung aufgelauert, geläutet oder gegen das Fenster gehämmert.

Ein Wohnungswechsel brachte dem Stalking-Opfer nur wenige geruhsame Wochen ein, dann hatte der Kremser die neue Adresse recherchiert und die Verfolgung begann von neuem. Eine Anzeige brachte nicht den erhofften Erfolg, um den penetranten und unerwünschten Galan endgültig in die Schranken zu weisen. Selbst eine Verurteilung wegen beharrlicher Verfolgung hielt den 32-Jährigen vor weiteren Kontaktaufnahmen nicht ab.

„Ich war einfach verrückt vor Liebe“, beteuert der Kremser wieder vor Gericht und verspricht Besserung. Er starte gerade einen Neuanfang, ordne sein Leben mit Jobsuche und neuer Wohnung“, zählt er auf. „Wohnung brauchen Sie keine suchen. Sie bekommen Kost und Quartier auf Staatskosten“, entgegnet die Richterin harsch, und sie verhängt über den Unbelehrbaren sechs Monate Gefängnis (nicht rechtskräftig).