Gföhl

Erstellt am 11. Oktober 2016, 04:21

von Karl Pröglhöf

Muss Rückhaltebecken in Gföhl zugeschüttet werden?. Stadt klagt Karl König, weil er Abgrenzungszaun auf Gemeindegrund aufgestellt hat. Er will anderes Grundstück zurück.

Karl König mit seinem Bruder, Gemeinderat Siegfried König, vor dem Rückhaltebecken „In der Scheiben“: Muss es zugeschüttet werden?  |  zvg

Karl König steckt an zwei Fronten im Clinch mit der Stadtgemeinde. Zum einen geht es um acht Quadratmeter Grund, die er gerne von der Gemeinde für eine Hofzufahrt bei seinem Haus Unteres Bayerland 5 erwerben möchte (wofür er auch schon eine Zusage hatte). Zum anderen handelt es sich um das Rückhaltebecken „In der Scheiben“, für das der pensionierte Hauptschullehrer vor zehn Jahren das Grundstück zur Verfügung gestellt hat. Damals wurde mit der Gemeinde kein Kaufpreis vereinbart, nicht zuletzt, weil mit dem seinerzeitigen Bürgermeister Karl Simlinger ein „Gegengeschäft“ angedacht war.

Jetzt verknüpft König erneut die beiden Fälle: „Wenn ich die acht Quadratmeter nicht kaufen kann, dann ziehe ich die Zurverfügungstellung des Grundstücks für das Rückhaltebecken zurück, und es muss mit Kosten von mindestens 200.000 Euro wieder zugeschüttet werden.“

Stadtchefin: Auf Facebook kursieren Gerüchte 

Das Becken hat ein Fassungsvermögen von 15.000 Kubikmetern und bringt bei Starkregen eine Entlastung für den Bereich Garser Straße.

Im Gegenzug gibt es eine Besitzstörungsklage seitens der Gemeinde, weil König einen Schilfmattenzaun zur Abgrenzung seiner Hauseinfahrt auf diesem Gemeindegrund aufgestellt hat. Mittlerweile hat auch der Nachbar, mit dem König im Streit lebt, Interesse an diesem dreiecksförmigen Fleckerl Grund angemeldet …

Bürgermeisterin Ludmilla Etzenberger: „Es handelt sich um ein laufendes Verfahren mit einem Gerichtstermin im Dezember. Da möchte ich mich nicht äußern. Die Stadt hat aber nicht vor, das Areal zu verkaufen. Die Sache mit dem Rückhaltebecken kenne ich bis jetzt nur aus Facebook. Da habe ich nichts Konkretes in der Hand.“