Krems

Erstellt am 26. Juli 2016, 05:07

von Udo Sagl

Asylheim in Krems-Stein wird umgesiedelt. Es ist fix: Das Flüchtlingsquartier in Stein wird spätestens bis zum Jahresende aufgelöst. Im Hintergrund läuft bereits die Suche nach einem neuen Standort.

Ablaufdatum: Flüchtlingsquartier Steiner Donaulände.   |  Lechner

„Ja, es stimmt! Wir suchen derzeit intensiv nach einer Ersatzlösung.“ Christian Kogler, Prokurist von SCL-Asylcare, bestätigt auf Anfrage der NÖN, dass das Flüchtlingsquartier in Stein vor dem Aus steht.

Damit könnte die angedrohte Räumungsklage der verärgerten Anrainer überflüssig werden. Wie berichtet, haben die Nachbarn einen Anwalt engagiert, um eine „widerrechtliche Nützung“ des ehemaligen Bürogebäudes an der Steiner Donaulände nachzuweisen.

Mittlerweile ist die verantwortliche Firma SCL-Asylcare zur Auffassung gelangt, „dass der Standort aufgrund der engen Anrainersituation einfach nicht passt“. Kogler: „Die Stimmung kocht auf – und das wird immer intensiver. Wir betreiben landesweit rund 130 Quartiere. Das hier in Stein ist neben jenem in Herzogenburg sicher am schwierigsten.“

Alternative? „Bitte nicht das Parkhotel!“

Wie geht es nun konkret weiter? „Wir können nicht von heute auf morgen etwas aus dem Hut zaubern“, so SCL-Asylcare. „Aber spätestens zum Jahresende werden die 40 Flüchtlinge übersiedeln.“ Dabei wäre der Mietvertrag auf insgesamt drei Jahre angesetzt gewesen. Bei der Auswahl eines neuen Standorts sei noch keine Entscheidung gefallen, heißt es. Seitens des Rathauses gibt es dabei eine konkrete Vorgabe. „Bitte keinesfalls das Parkhotel!“, so Sozialstadträtin Eva Hollerer.

„Nein, der Standort soll zwar wieder in Krems sein – das Parkhotel steht aber nicht zur Diskussion“, versichert Kogler, der auf eine ganze Reihe von Angeboten möglicher Quartiergeber hinweist.

Mehrere Objekte sind mittlerweile von der Liste gestrichen worden, weil sie in einem „schlechten Zustand“ waren. Aus der Sicht von SCL-Asylcare kommt theoretisch auch ein Standort am Stadtrand (Gewerbepark) in Frage.