Krems

Erstellt am 19. Oktober 2016, 01:22

von Karl Pröglhöf

Kremser Biomassekraftwerk: Baubeginn erst 2018. Die Novellierung des Ökostrom-Gesetzes wird wegen der Förderungen abgewartet. EVN hat bereits alle Genehmigungen.

EVN-Moser

„Wir haben alle Genehmigungen. Aber das Öko-Stromgesetz ist in Überarbeitung und damit auch das Ausmaß der Förderungen noch offen“, erklärt EVN-Sprecher Stefan Zach, warum der Bau des Biomassekraftwerks in der Au (in Nähe des Gemeindeabwasserverbandes) noch nicht in Angriff genommen wurde.

Mittlerweile sei ein Baubeginn frühestens 2018 möglich, weshalb es auch keinen Sinn mache, schon jetzt Ausschreibungen durchzuführen. Prinzipiell passe das Projekt aber bestens in die Energiekonzepte der Stadt, des Landes und des Bundes.

Krafthaus wird 27 Meter hoch

Das Biomassekraftwerk soll auf einem knapp 15.000 Quadratmeter großen Grundstück nahe der Kläranlage errichtet werden und rund 10.000 Haushalte mit Öko-Strom und 25.000 Haushalte mit Naturwärme versorgen. Modernste Elektrofilter werden dafür sorgen, dass 99,9 Prozent des Staubes aus dem Rauchgas des 34 Meter hohen Kamins gefiltert werden. Im Schnitt ist mit rund 80 LKW pro Woche zu rechnen, die das Holz aus einem Umkreis von 70 Kilometern anliefern.

Das Krafthaus wird 27 Meter hoch. Im Biomassekessel wird Waldhackgut verbrannt und Wasser zu Dampf erhitzt. Der Dampf wird in einer Gegendruckturbine entspannt, womit ein Generator angetrieben und Strom erzeugt wird. Das verbleibende Heißwasser gibt dann seine restliche Energie an das Fernwärmenetz ab.