Erstellt am 18. November 2015, 11:50

Von Duschwänden bis Glastüren. Pascal Scheer von der Glaserei Siebenhandel in Spitz ist der beste Glaserlehrling 2015. Beim Bundeslehrlingswettbewerb der Glaser in Tirol holte er sich den ersten Platz.

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„Dass man so viele verschiedene Sachen machen kann“, das ist es, was Pascal Scheer an seinem Beruf begeistert. Als Glaser repariert er zum Beispiel zu Bruch gegangene Glastüren, macht Überkopfverglasungen oder baut Küchenrückwände ein. Diese gibt es in der Glaserei Siebenhandel in Spitz übrigens auch mit Motiven, zum Beispiel mit Abbildungen von Chilis oder Ruinen. Aber auch Duschteile, Spritzschutz, Wintergärten, Vitrinen, Fenster und vieles mehr fallen in den Aufgabenbereich von Glasern.
Dabei geht es nicht nur um Tätigkeiten, die direkt Glas betreffen, sondern auch Arbeiten darüber hinaus. Schließlich muss auch das Metallgeländer beim verglasten Balkon passen usw. „Das macht mir alles Spaß“, verrät Scheer.

Glasanlagen in Innenräumen

Eine besondere Herausforderung sind Ganzglasanlagen, also Trennwände aus Glas in Innenräumen, zum Beispiel für Büros. Warum? „Da muss man aufpassen.“ Und das schon von Anfang an. Bei der Planung gilt es, genau zu überlegen, wie die Wände aufgestellt werden, wo welche Türöffnungen angebracht werden sollen usw. Und: „Es muss genau sein, sonst spießt sich alles.“ So müssen beim Bestellen des Glases die exakten Maße angegeben werden, da man diese Glasart nicht nachbearbeiten kann.

Begonnen hat seine Leidenschaft für Glas vor drei Jahren im Juli. In die Schule wollte er nicht mehr weitergehen. „Ich hab’ gewusst, ich will arbeiten.“ Dann kam er in die Glaserei Siebenhandel. „Ich habe eine Woche geschnuppert. Und es hat mir gefallen.“ So gut, dass er geblieben ist.

Der beste Glaserlehrling Österreichs

Wer ins Geschäft in Spitz kommt, entdeckt übrigens direkt neben der Eingangstür ein ganz besonderes Glas. Mit diesem hat sich Pascal Scheer beim Bundeslehrlingswettbewerb der Glaser in der Tiroler Fachberufsschule für Glastechnik den ersten Platz geholt. 17 Teilnehmer aus acht Bundesländern traten dabei im Sommer gegeneinander an. Es gab einen schriftlichen Teil („Da habe ich ein wenig lernen müssen“) und einen praktischen Teil. Eine Bleiverglasung. Und die, so verrät Scheer „war nicht wirklich schwer“. Vier Stunden hat er daran gearbeitet. Und dann? „Ich war als Erster fertig.“ Am Ende holte er sich Platz 1 und wurde damit bester Glaserlehrling Österreichs. Sein Erfolgsrezept? „Ich habe mich dafür interessiert und mich eingesetzt.“
Im Jänner ist er wieder in Tirol. Dann steht die Lehrabschlussprüfung am Programm.