Erstellt am 23. Februar 2016, 04:04

von Thomas Werth

Vorstoß der Kremser Wirtschaft: Petition für B 3-Anbindung. Mit der unterzeichneten Petition setzt sich die Kremser Wirtschaft bei Landeshauptmann Erwin Pröll für eine Anbindung der Utzstraße an die B 3 ein.

Geht es an dieser Stelle der Utzstraße bald geradeaus zur B 3? Die Kremser Wirtschaft geht nun mit einer Petition in die Offensive und wünscht sich baldige Umsetzung.  |  NOEN, Johann Lechner

Nun kommt wieder Bewegung in eine Idee, die seit vielen Jahren in Krems immer wieder mal diskutiert wird: Eine Abfahrt Krems-Mitte mit einer Anbindung der Utzstraße – und damit auch der Ringstraße – an die B 3. Othmar Seidl hat dazu eine von der Plattform „Wir für Krems“, dem Kremser Wirtschaftsbeirat und der Kremser Kaufmannschaft, unterzeichnete Petition in der Vorwoche an Landeshauptmann Erwin Pröll überreicht. „Wir müssen dem Land das Gefühl geben, dass die Wirtschaft hinter dieser Idee steht“, begründet das Seidl.

Grund für diesen Schritt ist das Problem der Finanzierung. „Wenn aber das Land hilft, dann haben wir gewonnen“, ist Seidl überzeugt. Bei einem Vorgespräch vor wenigen Wochen mit Landeshauptmann Erwin Pröll habe es laut Seidl positive Signale gegeben: Wenn die Verkehrsexperten des Landes überzeugt sind, dass Krems diese Anbindung braucht, dann solle es nicht am Geld scheitern.

8.900 Fahrzeuge täglich verlagern

Auch Verkehrsplaner Werner Retter ist ein Befürworter dieser Idee und sieht darin eine enorme Entlastung für die Ringstraße, auf der täglich rund 25.000 Fahrzeuge unterwegs sind: „8.900 davon könnten auf die Zufahrtsstraße verlagert werden.“

Ebenfalls ein Befürworter dieser Anbindung ist Verkehrsstadtrat Alfred Scheichel, der sie als eines der wichtigsten Verkehrsinfrastrukturprojekte der nächsten Jahre bezeichnet und das sich nicht nur auf die Ringstraße, sondern auch auf Stein äußerst positiv auswirken würde.

Scheichel rechnet mit Unterstützung des Landes

„Ich glaube, dass viele erkannt haben, dass es sich bei der Anbindung um eine wichtige Angelegenheit im Verkehrsbereich von Krems handelt. Es geht hier nicht um eine Machbarkeit, sondern es geht um die Finanzierung eines derartigen Projektes, das ohne Zweifel als Jahrhundertchance in der Verkehrsentwicklung gesehen werden kann“, betont Scheichel – und ergänzt: „Die Stadt wird sich bei einer alleinigen Finanzierung zur Umsetzung dieses Projektes jedoch sehr schwer tun.“

Er rechnet aber mit Unterstützung des Landes: „Ob jetzt mit oder ohne Petition, ich denke, dass unser Landeshauptmann die Verkehrssituation in Krems und Stein sehr gut kennt, und er dieses äußerst wichtige Anliegen der Stadt – so wie bei anderen Anliegen bisher auch – bestmöglich unterstützen wird.“

Neben der Finanzierung wäre bei Umsetzung aktuell auch noch die Zukunft diverser Veranstaltungen unklar – schließlich führt die Anbindung direkt durch die Österreich-Hallen.