Furth bei Göttweig

Erstellt am 04. April 2017, 04:52

von Gertrude Schopf

Weltkulturerbe-Charta wurde unterfertigt. Die Weltkulturerbe-Region Wachau wird ab sofort nach den Vorgaben eines Managementplanes verwaltet. Schutz und Weiterentwicklung stehen im Zentrum.

Haben den Managementplan Wachau unterzeichnet: die Bürgermeister der Weltkulturerbe-Gemeinden Franz Penz (Dunkelsteinerwald), Wolfgang Derler(Vizebürgermeister Krems), Heinrich Brustbauer (Mautern), Roman Janacek (Bergern), Johann Schmidl (Dürnstein), Landesrat Karl Wilfing, Thomas Widrich (Melk), Andreas Nunzer (Spitz), Hannes Ottendorfer (Aggsbach Markt), Gudrun Berger (Furth), Erich Polz (Rossatz-Arnsdorf), Hubert Trauner (Weißenkirchen), Erich Ringseis (Aggsbach-Schönbühel), Beatrix Handl (Mühldorf), Josef Kronsteiner (Emmersdorf), Edmund Binder (Maria Laach).  |  Lechner

Zum Volkslied „Wachau, Wachau, du Träumerin“, beeindruckend interpretiert vom Spitzer Jungbariton Lukas Rupf, unterschrieben die Bürgermeister der 15 Wachauer Welterbe-Gemeinden die neue Welterbe-Charta: Der „Managementplan Welterbe Wachau“ liegt nach mehrjähriger Arbeit vor (im Internet abrufbar unter www.weltkulturerbe-wachau.org). Er gibt die Regeln vor, wie die UNESCO-Weltkulturerbe-Region in Zukunft erhalten, geschützt und weiterentwickelt werden kann und soll. Zu diesem Zwecke wurde ein umfangreiches Verwaltungskonstrukt erarbeitet.

Ein Wachauforum wird jährlich abgehalten

Neu eingerichtet wird ein Welterbebeirat, der sich aus je einem Vertreter von Bund, Land und des – ebenfalls neu gegründeten – „Vereins Welterbegemeinden Wachau“ zusammensetzt. Er befasst sich mit allen an ihn herangetragenen Beobachtungen und entscheidet, in welcher Weise weiter vorgegangen wird. Der Welterbebeirat tritt mindestens dreimal im Jahr zusammen. Weiters gibt es nun „Local Correspondents“, die ihre Beobachtungen (ob positive oder wohl vor allem negative) an den Welterbebeirat melden.

Jährlich wird ein Wachauforum abgehalten, in dem über die laufende Arbeit berichtet wird. Ein Welterbe-Manager, dessen Bestellung ausgeschrieben wird, kümmert sich um die operative Umsetzung.

Was aufgefallen ist: Der Name „Arbeitskreis Wachau“ kommt in dem Verwaltungs-Organigramm nicht vor. Dessen Vorsitzender Andreas Nunzer war, gemeinsam mit Arbeitskreis-Geschäftsführer Michael Schimek, maßgeblich an der Ausarbeitung des Managementplanes beteiligt.