Weißenkirchen in der Wachau

Erstellt am 27. Juli 2016, 05:15

von Gertrude Schopf

Appartement-Anlage: Gemeinde lehnt umstrittenen Bau ab. Nach Protesten des Arbeitskreises Welterbe Wachau: Bürgermeister hat das Bauansuchen bereits abgewiesen.

Ihre gesammelten Unterschriften präsentierten Christian Thiery, Wim Beckers und Christian Hirtzberger.  |  NOEN, Schopf

1.369 Unterschriften hat die Bürger initiative, die sich gegen den Bau der geplanten Appartement-Anlage im Ortskern gebildet hat, gesammelt. „Über 400 davon sind Bewohner Weißenkirchens“, so Wim Beckers, „Sprecher“ der Initiative.

Die geplante Übergabe der „Petition zur Bausünde in Wei ßenkirchen“ inklusive Unterschriftenlisten an den Bürgermeister fiel jedoch aus – Hubert Trauner hat den Termin kurzfristig abgesagt.

„Dieses Projekt ist längst Geschichte“, sagt er. Der Bauausschuss (in dem er als Vorsitzender fungiert) habe in einer Sitzung bereits vor einigen Wochen befunden, dass das Bauprojekt der Basil Project GmbH nicht ins Ortsbild passe: „Es fügt sich unserer Ansicht nach nicht harmonisch ein, und wir haben beschlossen, das Bauansuchen abzulehnen und dies dem Bauwerber auch mitgeteilt“, so Trauner.

„Misstrauen ist auch weiterhin angebracht"

Ein erster Erfolg der Interventionen und Aktivitäten des „Arbeitskreises Welterbe Wachau“?

„Misstrauen ist auch weiterhin angebracht. Wir wollen aktiv und öffentlich zur Erhaltung des Welterbes beitragen. Das ist unser Auftrag“, sagt Vorsitzender Christian Hirtzberger.

Trauner verweist in der jüngsten Gemeindezeitung auf den „Managementplan“ für das Weltkulturerbe Wachau, der derzeit „in Abstimmung zwi-schen Bund, Land NÖ und den Gemeinden konstruktiv erarbeitet“ werde. Darin solle „einerseits eine Vorgangsweise festgelegt“ werden, „wie man mit Bauansuchen in sensiblen Bereichen“ umgehe. „Andererseits soll aber auch das Bewusstsein zum Thema Bauen in der Wachau geschärft werden.“