Erstellt am 30. Dezember 2015, 11:23

Weihnachten fern der Heimat. Für zwei Gastschüler aus Argentinien und Japan kam in Droß erstmals nicht der „Weihnachtsmann“, sondern das „Christkind“ – wie es in Österreich Tradition ist.

Klaus Grulich, Neffe Emil Moser, Felix Grulich, Daniela Grulich, Nina Grulich, Camila Adorno aus Argentinien und Tatsuya Yokochi aus Japan.  |  NOEN, zVg
Mit einer argentinischen Gasttochter und einem japanischen Gastsohn feierte die Familie von Allgemeinmedizinerin Daniela Grulich in Droß den Heiligen Abend. Nur Tochter Marie (15) war nicht dabei – denn die erlebte das Weihnachtsfest heuer in Finnland.

Wie hat man sich so ein multikulturelles Weihnachten vorzustellen? „Wir haben so gefeiert, wie es bei uns üblich ist“, erzählt Daniela Grulich. Schließlich sind Camila (18) und Tasuya (15) ja hier, um die österreichische Kultur kennenzulernen. „Ich habe sie aber gefragt, wie sie zu Hause feiern, und war überrascht“, verrät Grulich. „Sie haben beide auch einen Christbaum, und obwohl der Japaner Buddhist ist, wird trotzdem gefeiert – was mich sehr verwundert hat.“ Statt unseres Christkinds kommt dort allerdings der Weihnachtsmann.

Tochter ist gerade in Finnland

Dessen Heimat liegt der Legende zufolge übrigens im äußersten Norden Finnlands, also jenem Land, in dem Marie Grulich gerade ein Jahr als Austauschschülerin verbringt. Marie war es, die ihre Eltern auf die Idee brachte, Austauschschüler aufzunehmen. „Sie hat sich im Internet informiert und uns gesagt, dass Gastfamilien gesucht werden. So haben wir uns kurzfristig dazu entschlossen“, berichtet Daniela Grulich.

Tatsuya aus Japan ist seit September hier und bleibt bis Juni. Camila aus Argentinien kam schon im Februar und fliegt Ende Jänner wieder nach Hause. Grulich: „Sie ist inzwischen wirklich ein Familienmitglied und hat auch selbst gesagt, sie fühlt sich so.“ Die beiden Austauschschüler besuchen das BRG Kremszeile in Krems.