Erstellt am 28. Oktober 2015, 03:22

von NÖN Redaktion

Widerstand gegen Sendemast in Rohrendorf. Aus Sorge um ihre Kinder wollen die Rohrendorfer einen zusätzlichen Handymast lieber in den Weinbergen.

 |  NOEN, Symbolbild

In Rohrendorf gibt es einen Protest gegen einen geplanten Mobilfunkmast. Eine Bürgerinitiative hat bereits über 250 Unterschriften gegen den Standort beim Tennisplatz gesammelt.

Dabei formiert sich der Widerstand aber nicht grundsätzlich gegen einen neuen Mast, denn die Mehrheit der Rohrendorfer will ohne Störungen mobil telefonieren oder Daten aus dem Internet erhalten.

Problematisch ist aus ihrer Sicht der Aufstellungsort rund 250 Meter vom Kindergarten entfernt. Sprecher Marco Chielli: „Die Gefährlichkeit der Sendemasten ist bis dato nicht widerlegt!“ Er fürchtet, dass durch den neuen Sendemast die Gesundheitsgefährdung der Bürger bewusst in Kauf genommen werde.

Betreiberfirmen treten für den Standort ein

Bürgermeister Gerhard Tastl beruft sich auf Studien, die eine Gefährdung durch derartige Masten „nicht seriös belegen“. Er räumt aber ein, dass ein „sorgsamer Umgang mit den Mobiltelefonen“ unumgänglich sei. Und zum geplanten Aufstellungsort: „Ich bin kein Techniker und kann nicht beurteilen, welcher Standort der beste für unsere Gemeinde ist!“

Tastl beruft sich auf Gespräche mit den Betreiberfirmen A1 und T-Mobile, die für den Standort beim Tennisplatz eintreten, weil das „der wirtschaftlichste Standort“ sei und eine flächendeckende Abdeckung garantiert wird.