Erstellt am 15. Juni 2016, 04:35

von Karl Pröglhöf

Wirbel um Kosten für Kremser "Jubelbroschüre". Die FPÖ hält 30.000 Euro für eine Publikation über das Stadtentwicklungskonzept „Krems 2030“ für Geldverschwendung.

Kritisiert: Werner Friedl (FPÖ). Verteidigt: Baudirektor Reinhard Weitzer.  |  NOEN, Fotos: NÖN-Archiv

Als Geldverschwendung für Jubelmeldungen sieht FPÖ-Stadtrat Werner Friedl jene 30.000 Euro, die im Stadtsenat gegen seine Stimme für die Broschüre über die Stadtentwicklung beschlossen wurden.
Friedl ist „entsetzt darüber, dass ein reines Prestigeprojekt mit derart hohen öffentlichen Mitteln finanziert wird.

Für eine Auflage von 2.000 Stück einer Broschüre mit 32 Seiten hätte man niemals so viel Geld ausgeben dürfen.“ Für die Rettung der Volkshochschule habe die Stadt keine öffentlichen Mittel erübrigen können.
Friedl glaubt, dass es genügt hätte, den Inhalt zum Download auf der Stadt-Homepage bereitzustellen: „Die Broschüren werden doch nur in Regalen und Schubladen verstauben“, so der freiheitliche Mandatar.

Viele Kremser haben ehrenamtlich mitgearbeitet

Anders sieht man die Investition seitens der Stadtverwaltung: „Am Stadtentwicklungskonzept ,Krems 2030‘ haben viele Kremser seit Ende 2013 ehrenamtlich mitgearbeitet. Die Ideen sollen nicht in einer Schublade verschwinden, mit ihnen soll weiter gearbeitet werden. Mit dieser Broschüre und einem Handbuch für weitere Anwendungen setzen wir den Startschuss für die nächste Phase in der Kommunikation – multimedial und professionell“, so Baudirektor Reinhard Weitzer.

Der Großteil der Kosten seit für diese Aufbereitung der Inhalte, die dann auch im Internet abrufbar sein werden, vorgesehen, nur ein kleiner Teil für den Druck. Das Projekt ist im Rahmen der NÖ Stadterneuerung zur Förderung angemeldet.