Krems

Erstellt am 04. April 2017, 03:41

von Thomas Werth und Franz Aschauer

67 Wohnungen sollen am Steindl entstehen. Auch auf den Metternichgründen wird Wohnprojekt geplant. Anrainer-Proteste gibt es dabei ebenso wie am Kraxenweg.

Symbolbild  |  APA

Auf der Zielgeraden sind mittlerweile die Verhandlungen zum Bauvorhaben auf den Metternichgründen im Süden des Siedlungsgebietes am Steindl. Geht es nach Grundstückseigentümer und Bauinvest-Seniorchef Fritz Becker sollen dort in naher Zukunft 50 Wohneinheiten entstehen.

IGSL-Obfrau: Verkehrssituation würde verschärft

„Die Genehmigung ist zwar noch nicht rechtskräftig, ich bin aber guter Dinge, dass alles funktionieren wird“, erzählt Becker, der noch keine Baudetails bekannt geben möchte.

Ausschlaggebend für die fehlende Rechtskraft sind die Interventionen der Interessensgemeinschaft IGSL, die, wie berichet, auch wenige Meter weiter nördlich auf den sogenannten Offiziersgründen gegen ein 17 Wohnungen umfassendes Projekt Sturm läuft und dort mittlerweile zum zweiten Mal nach 2007 eine Bausperre fordert.

Für IGSL-Obfrau Mathilde Prantz verschärfen beide Projekte die Verkehrssituation am Steindl ungemein. „Es kommen dort knapp 70 Wohnungen hin, die Straßen und sind dafür aber nicht geschaffen“, so Prantz, die sich darüber ärgert, dass nur ein Parkplatz pro Wohneinheit vorgeschrieben ist.

Dringlichkeitsantrag im Gemeinderat abgelehnt

Unterstützung hat die IGSL nun von den Oppositionsparteien erhalten, die gemeinsam bei der jüngsten Gemeinderatssitzung einen Dringlichkeitsantrag eingebracht haben. Hintergrund des Antrags war ein Gemeinderatsbeschluss aus dem Jahr 2007, der eine zweijährige Bausperre für die Erstellung eines Verkehrskonzepts und eines Bebauungsplans zur Folge hatte, die allerdings nie umgesetzt worden sind.

Durch den Dringlichkeitsantrag sollte Bürgermeister Reinhard Resch nun mit der Umsetzung des zehn Jahre alten Beschlusses beauftragt werden. Allerdings stimmten SPÖ und ÖVP dagegen, er schaffte es damit nicht auf die reguläre Tagesordnung.

„Wir werden trotzdem weiterkämpfen“, übt sich Prantz in Durchhalteparolen.