Erstellt am 16. Februar 2016, 04:29

von Thomas Werth

Zahl der Alko-Lenker ging 2015 zurück. Trotz deutlich mehr Kontrollen sank die Zahl erwischter Alkoholisierter. Raser wurden dafür häufiger gestraft.

Die verstärkten Polizeikontrollen wirken sich auch auf die aktuelle Verkehrseinsatzstatistik aus.  |  NOEN, Franz Baldauf

Die Zahl der Alko-Lenker ist in der Region im Vorjahr deutlich zurückgegangen - dies geht aus der aktuellen Verkehrseinsatzstatistik des Bezirkspolizeikommandos hervor. 186 Alkoholisierte (149 von ihnen mit mehr als 0,8 Promille) wurden bei Kontrollen erwischt, das ist ein Rückgang von 8,4 Prozent im Vergleich zu 2014. Und das, obwohl die Polizei um 744 Alkovortests mehr (gesamt 12.298) durchgeführt hat.

Auch bei den Geschwindigkeitsmessungen macht sich eine verstärkte Kontrolle bemerkbar – sehr zum Ärger zahlreicher „Schnellfahrer“: 2015 wurden insgesamt 5.858 Raser gestraft, um 5,8 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor.

Auch die Zahl der Verkehrsunfälle ist in der Region gestiegen, wenngleich Bezirkspolizeikommandant Manfred Matousovsky betont, dass weder im Bezirk noch in der Stadt Krems Brennpunkte mit markanter Unfallhäufung bekannt sind. Bei 255 Verkehrsunfällen gab es insgesamt 286 Verletzte. Zum Vergleich: 2014 wurden bei 208 Unfällen 254 Personen verletzt. Die Zahl der Unfälle mit Sachschaden ist von 1.887 auf 2.055 gestiegen.

Vier Lenker sind bei Unfällen gestorben

Gleich geblieben ist die Anzahl der Todesopfer (4) auf den Straßen in der Region. Im Juni verunglückten sowohl ein 22-Jähriger mit dem Pkw auf der S 5 im Bereich des Gewerbegebietes Krems als auch ein Motorradfahrer (22) in Senftenberg. Im August starb ein 53-jähriger Pkw-Lenker bei einer Kollision zwischen Senftenberg und Senftenbergeramt und im Dezember verlor ein Traktorfahrer (87) sein Leben bei einem Unfall zwischen Allentsgschwendt und Lichtenau.

Um 15 Prozent auf 97 ist die Zahl der Führerscheinabnahmen im vergangenen Jahr zurückgegangen, deutlich häufiger zur Kassa gebeten wurden wiederum „Gurtmuffel“: 1.219 ausgestellte Organmandate bedeuten einen Anstieg um 13,9 Prozent.