Erstellt am 03. November 2015, 03:07

von Thomas Werth

Zu wenig Personal für „Bettel-Streife“. Nach Innenstadt-Vorfall / Polizei legt Augenmerk im Streifendienst auf die Bettelei, eine verstärkte Präsenz ist aber nicht möglich. KREMS / Für reichlich Aufsehen hat der NÖN-Exklusivbericht über jene Bettlerin gesorgt, die einer Zehnjährigen in

Die Polizei achtet zwar bei Streifen in der Innenstadt vermehrt auf Bettler, eigenes Personal gibt es dafür aber keines.  |  NOEN, Johann Lechner

Für reichlich Aufsehen hat der

über jene Bettlerin gesorgt, die einer Zehnjährigen in der Innenstadt Kleingeld aus der Hand gerissen hat. 

Doch im Gegensatz zum letzten aufsehenerregenden Bettler-Skandal (ein vermeintlich Gehbehinderter schlug mit seinen Krücken auf einen Pensionisten ein), als kurz danach sofort ein Sicherheitsgipfel einberufen wurde, gab es dieses Mal „lediglich“ ein Gespräch seitens der Stadt mit der Polizei.

Polizisten im Flüchtlingsdienst eingesetzt

Das Ergebnis: „Die Polizei legt im Rahmen des Streifendienstes ihr Augenmerk auf die Bettelei. Zusätzliches Personal könne aber keines bereitgestellt werden. „Spezielle Fußstreifen in der Innenstadt sind aus personellen Gründen momentan nicht möglich, weil der Flüchtlingsdienst an den Grenzen Priorität hat und Kremser Polizisten dort im Einsatz sind“, heißt es aus dem Rathaus.

Auch in der jüngsten Gemeinderatssitzung war der Vorfall in der Innenstadt Thema – wenn auch nur kurz. Mit einem Dringlichkeitsantrag wollte FP-Gemeinderat Walter Rosenkranz die Schaffung eines sektoralen Bettelverbots zur Diskussion bringen. „Betteln ist in manchen Bereichen der Stadt nicht zumutbar“, erklärt er. Allerdings stimmte nur die FPÖ und die UBK dafür, SPÖ, ÖVP, KLS und Grüne waren dagegen. „Der Antrag wäre gesetzeswidrig“, lautete die Begründung.

Das Ergebnis der NÖN-Online-Umfrage besagt übrigens, dass 94 Prozent der Meinung sind, strengere Regelungen gegen das Betteln in Krems seien notwendig.

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