Erstellt am 24. November 2015, 04:48

von Markus Zauner

 Großinvestitionen in den Skigebieten.  Wintersaison / Förderband-Verstärkung ist in Annaberg neben neuem Hotel heuer größte Investition, Mitterbach hat Beschneiung ausgebaut.

»Die Kapazität erhöht sich von 1.500 Personen pro Stunde auf 2.200«, kommentiert Lifte-Geschäftsführer Karl Weber den Förderband-Ausbau bei den Annaberger Liften. Hier im Bild: Ernst Enne, Robert Filzwieser, Franz Wagner und Peter Enne (von links). Foto: privat  |  NOEN, privat

Wer glaubt, das um elf Millionen Euro aus dem Boden gestampfte und frisch eröffnete JUFA-Hotel wäre die einzige neue Investition im Annaberger Skigebiet, der irrt. Auch die Liftbetriebe haben für die bevorstehende Wintersaison ordentlich in die Tasche gegriffen.

„Kapazität erhöht sich  um 700 pro Stunde“

Den größten Investitionsposten bildet die Verstärkung des Förderbandes um 150.000 Euro. „Die Kapazität erhöht sich von 1.500 Personen pro Stunde auf 2.200“, rechnet Lifte-Geschäftsführer Karl Weber vor.

Damit reagieren die Liftbetriebe darauf, dass nach der Schleifung der alten Reidl-Hütte ab heuer speziell um die Mittagszeit noch mehr Gäste per Förderband transportiert werden müssen. Und zwar zum neuen JUFA-Hotel, das ja auch ein Restaurant, die neue Reidl-Hütte, inkludiert.

Wartezeiten-App und Flutlichtrodeln neu

Im Bereich der abgerissenen alten Reidl-Hütte erwarten die Wintersportler übrigens künftig WC-Container und ein Food-Truck, also eine Art mobiler Würstelstand. Im Kinderland wird ab dieser Wintersaison erstmals eine gespurte Rundkurs-Loipe für Anfänger angeboten.

Neu im Programm sind bei den Annaberger Liften auch eine Wartezeiten-App und die Skiline-Höhenmessung, wobei mit der Hilfe des Tagesskipasses die gefahrenen Höhenmeter eines Skitages als Höhenmeterdiagramm nachzuvollziehen sind. Erstmals wird heuer auch jeden Samstag von 17 bis 19 Uhr ein Flutlichtrodeln beim Förderband angeboten, eine Bereicherung sind zudem die installierten WLAN-Hotspots.

Nach der Großinvestition im Winter 2013/2014 über 6,5 Millionen Euro wurden vor dem Start der heurigen Wintersaison auf der Mitterbacher Gemeindealpe 168.000 Euro in die Beschneiungsanlagen und 220.000 Euro in die Parkplatzvergrößerung gepumpt. „Wir verfügen nunmehr über 63 Maschinenschneeerzeuger. Den Gästen der Gemeindealpe stehen insgesamt 40 Prozent mehr Stellplätze zur Verfügung“, präzisiert Annegret Zwickl von der NÖVOG als Betreiber.

100.000 Besucher in Annaberg als Ziel

Im vergangenen Winter wurden 31.500 Gäste auf der Gemeindealpe registriert. Da der Verlauf der Saison von der Schneelage und damit den Betriebstagen abhängig sei, könne keine realistische Prognose der Fahrgastzahlen für die Wintersaison 2015/16 gemacht werden, heißt es seitens der NÖVOG.

Konkreter wird da schon Karl Weber: „Sofern mit dem Wetter alles gut geht, sind 100.000 Besucher das Ziel.“ Zum Vergleich: Im Schnitt der letzten Jahre verbuchten die Annaberger Lifte pro Wintersaison rund 87.000 Ersteintritte.

Der Saisonstart ist in Annaberg bei entsprechender Schneelage am Freitag, 4. Dezember, geplant. Tags darauf, am 5. Dezember, wollen die Gemeindealpe und die benachbarte Mariazeller Bürgeralpe, die (NÖN/46) um 950.000 Euro modernisiert wurde, die Wintersaison einläuten. Übrigens allerorts mit leicht erhöhten Preisen, die drei Skigebiete heben im Kartenverbund die Tarife um rund drei Prozent an.

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Zahlen und Fakten

Skigebiet Annaberg:

  • Abfahrten, Lifte: 17 Kilometer Abfahrten, neun Lifte: Überdachtes Förderband Reidl, Hennesteck, Söllnreith, Almlift, Reidlhütte IV, Verbindungslift, Pfarrboden, Jugendherberge, Anna-Land.

Skigebiet Gemeindealpe Mitterbach:

  • Abfahrten, Lifte: Ca. 15 Kilometer Pistenlänge, steilste Piste Niederösterreichs (70% Gefälle), 4er-Sesselbahn, 2er-Sessellift, Schlepplift und Übungslift.

  • Zusammen mit der Mariazeller Bürgeralpe bieten die Gemeindealpe und die Annaberger Lifte rund 50 Kilometer Pistenspaß.

  • Saisonkartenverkauf. Dieser erfolgt in den Skigebieten Annaberg, Mitterbach und Mariazell am Samstag, 28. November, und Sonntag, 29. November, jeweils von 9 bis 12 Uhr.