Erstellt am 26. Januar 2016, 13:43

von Astrid Krizanic-Fallmann

Alle acht Projekte aus Annaberg prämiert. Insgesamt 19 Teams werden finanziell unterstützt. „Initialzündung, um Veränderungen anzustoßen“, sei „Tu was“, so Jurorin Katharina Turnauer.

Mit Teammitgliedern von »Tu-was«-Projekten aus dem Bezirk freuten sich auch Wirtschaftskammer-Obmann Karl Oberleitner (4. v. l.), Juror Franz Vonwald (6. v. l.), der Türnitzer Vizeortschef Robert Nagl (7. v. l.), Juror Toni Pfeffer (3. v. r.) sowie der Tannberger Viergesang (vorne).  |  NOEN, Krizanic-Fallmann

21 Teams aus den Bezirken Lilienfeld, St. Pölten und Melk beteiligten sich am zweiten Auswahlverfahren des Sozialfestivals „Tu was, dann tut sich was“. 19 davon überzeugten letzten Freitag bei der Sitzung im Gasthaus Punz-Bertl in Türnitz die Jury von ihren Ideen für ein besseres Zusammenleben in der Region Mostviertel-Mitte.

Als „große Gewinner“ setzten sich die Vorhaben aus Annaberg durch. Alle acht Einreichungen werden finanziell unterstützt. „Es gibt bei uns Akteure, die das Geschick haben, andere mitzunehmen“, freut sich Bürgermeisterin Petra Zeh, selbst beim Projekt „Wanderung entlang der Gemeindegrenze“ dabei, über die Nominierungen.

Integration und Kontakt zwischen Generationen

Der schon bei der Landesausstellung gezeigte „Gemeinschaftsgedanke“, so die Bürgermeisterin, werde weitergeführt. Nun könnten etwa die renovierten Räumlichkeiten im Pfarrhof für das Begegnungszentrum genützt werden. Gut findet sie außerdem, dass sich die jungen Mütter einbringen und vernetzen. „Ich schiele mit Neid auf die Gemeinde“, scherzte der Türnitzer Juror, Ex-Fußballer Toni Pfeffer, der die meisten Projekte aus dem Nachbarort den Anwesenden näherbrachte und diese wie die anderen Juroren mit viel Lob bedachte. Auch die musikalische Umrahmung des Abends lag in Annaberger Hand. Applaus für die heiteren Darbietungen erntete der Tannberger Viergesang mit Waltraud Glänzel, Maridi Pfeffer, Martha Pnjak und Martin Zeh.

Integration von Behinderten, Flüchtlingen und Menschen mit Migrationshintergrund, der Kontakt zwischen den Generationen sowie Hilfestellungen bezüglich Gesundheit bilden die Inhalte der ebenfalls ausgezeichneten heimischen Projekte. Ein Dankeschön an die Vertreter des Konsortiums österreichischer Privatstiftungen für den in der Region investierten Betrag, richtete der Türnitzer Vizebürgermeister Robert Nagl aus. Den Idealismus und die Begeisterung bei der Projektpräsentation würdigte LEADER-Obmann Bürgermeister Anton Gonaus aus Kirchberg.

Eine „Initialzündung, um Veränderungen anzustoßen“, sei das von ihnen gegründete Sozialfestival, sagte „Sinnstifterin“ und Jurorin Katharina Turnauer. Die „Tu-Was-Familie“ ist wieder größer geworden, merkte indes LEADER-Managerin Petra Scholze-Simmel an.

Die nominierten Vorhaben

ANNABERG

  • Kindervoltigieren am Berg der 100 Haflinger (Einreicherin Anja Pesau, Schaglhof)

  • English for KiTa-Kids (Lucia Madlmair-Pnjak, Frühförderung in der Kinderbetreuung)

  • Eltern-Kind-Seminare – Weiterbildung in der Karenz (Veronika Nutz, Hilfestellungen für Jungfamilien im ländlichen Raum)

  • Unsere Pflanzen können was! Tradition und Wissenschaft unserer einheimischen Wildpflanzen (Maria Kvarda, Fortführung der Natur- und Kulturbotschafter der Landesausstellung)

  • Wanderung entlang der Gemeindegrenzen (Petra Zeh, Etappenwanderungen mit Fest)

  • Begegnungszentrum Annaberg (Claudia Kubelka, Pfarrhof)

  • Wir tun was für uns – Spor für Erwachsene (Gabi Nistelberger)

  • Über Fußball zu Integration (Guido Kraft, Einbindung von Flüchtlingen, neuen Nachbarn)

ST. AEGYD

  • tu-was-besonderes.at (Silvi Muehringer, Projekt für Menschen mit besonderen Bedürfnissen)

  • Blickwechsel (Dita Pfeffer, Kunstprojekt, Flüchtlingslebensgeschichten via Fotoporträts)

MITTERBACH

  • Gemeinschafts-Center Kulturaustausch (Mauricio Montano, von Personen mit Migrationshintergrund für Personen mit Migrationshintergrund)

TÜRNITZ

  • Essen und Trinken bringt d‘Leit z‘samm (Maria Kurz, HLW-Schüler mit ausländischen Wurzeln bringen Rezepte aus ihren Heimatländern näher)

HAINFELD-RAMSAU

  • Lebenserfahrung (Traudl Wolfschwenger, Filmprojekt: Poly-Schüler interviewen alte Menschen, die viel zu erzählen haben)

BEZIRK

  • 2020 Gesund in der Gemeinde (Gabriela Hösl, Infos über innovative Gesundheitsdienste)

REGION

  • Zusammenleben in Kilb

  • Prinzersdorfer Schmökerschrank für alle

  • Kulturfestival der Begegnung „im Fluss“

  • Kreatives Zeichnen & Werken

  • Musik belebt die Sinne – Gemeinsam statt einsam