Erstellt am 09. September 2015, 11:45

von Nadja Straubinger

AMS-Bilanz: „Keine Entspannung der Situation in Sicht“. Um 8,1 Prozent Arbeitslose mehr gab es im Vergleich zum August des Vorjahres im Bezirk. Zahl aber unter NÖ-Schnitt.

842 Personen waren Ende August beim AMS Lilienfeld arbeitslos vorgemerkt. Foto: privat  |  NOEN, privat

Um 8,1 Prozent (NÖ-Schnitt: 9,7 Prozent) gestiegen ist die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk im August im Vergleich zum Vorjahr. 842 Personen waren Ende August beim AMS Lilienfeld arbeitslos vorgemerkt.

„In nächster Zeit ist mit keiner Entspannung der Situation zu rechnen. In ganz Niederösterreich gab es nur in Melk und Scheibbs einen leichten Rückgang bei der Arbeitslosigkeit“, so AMS-Leiterin-Stellvertreterin Claudia Marschall.

Leichter Rückgang bei den Jugendlichen

Die Relation der arbeitslosen Männer und Frauen hat sich im Vergleich nicht verändert. 392 Frauen und 450 Männer waren betroffen. „Männer waren also stärker betroffen“, so Marschall.

Bei den Jugendlichen unter 25 Jahren konnte in Lilienfeld ein leichter Rückgang im Vergleich zum August des Vorjahres verzeichnet werden. „Es waren 127 Personen vorgemerkt, das sind sieben Personen weniger, also minus 5,2 Prozent“, erklärt Marschall. In dieser Altersgruppe sind Männer und Frauen ähnlich stark betroffen – 59 Frauen stehen 68 Männern gegenüber.

„Bei der Generation 50+ verzeichnen wir leider Monat für Monat einen Anstieg“, bedauert Marschall. 240 Personen waren Ende August vorgemerkt. Die Männer (153) waren dabei stärker betroffen als die Frauen (87).

„Das waren 18 Frauen weniger als voriges Jahr um diese Zeit“, freut sich Marschall. Beim AMS betont man, wie wichtig es wäre, älteren Personen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu geben. „Potenzielle Dienstgeber sind eingeladen, sich bezüglich Fördermöglichkeiten bei uns zu erkundigen“, erklärt Marschall.