Annaberg

Erstellt am 09. August 2016, 05:42

von Markus Zauner

Lift-Aus: Letzter Akt am Pfarrboden. Abbau der Anlagen hat begonnen, die Arbeiten sollen bis Mitte Oktober abgeschlossen sein.

„Es gibt Anfragen von Privatinvestoren“, sagt Bürgermeisterin  |  NOEN, Heidlmair

Wirtschaftlich nicht mehr tragfähig sind aus Sicht des Eigentümers, des Landes Niederösterreich, die Pfarrboden-Lifte. Nachdem Ende Juni (wie berichtet) auch der Verkauf der Anlagen um einen Euro geplatzt war, wurde am vergangenen Donnerstag mit dem Start der Demontage das letzte Kapitel aufgeschlagen.

„Nach dem Schlepplift Reidl V erfolgt der Abbau des Doppelsesselliftes Pfarrboden. Die Arbeiten sollen bis Mitte Oktober abgeschlossen sein“, heißt es seitens der Annaberger Lifte auf Anfrage der NÖN.

„Wir stehen dem Abbau mit gemischten Gefühlen gegenüber, dennoch gilt es weiterhin gemeinsam für Annaberg einen guten und zukunftsorientierten Weg zu gehen.“

Bürgermeisterin Petra Zeh

Abbau und Rekultivierungsmaßnahmen sind in etwa kostenneutral kalkuliert, bestätigt der Eigentümer. Gelingen soll das vor allem durch den Verkauf des Schleppliftes, der andernorts wieder aufgebaut werden soll. Ausgedient hat indes der Doppelsessellift Pfarrboden. Dieser wurde 1994 bereits gebraucht angekauft und kommt aufgrund seines hohen Alters in die Schrottpresse.

Bürgermeisterin Petra Zeh will den Blick in die Zukunft richten: „Wir stehen dem Abbau mit gemischten Gefühlen gegenüber, dennoch gilt es nach vorne zu schauen und auch weiterhin gemeinsam für Annaberg einen guten und zukunftsorientierten Weg zu gehen.“ Mit der Schließung des vor 60 Jahren eröffneten Pfarrbodens stehe der Annaberger Tourismus vor neuen Herausforderungen, weiß Zeh: „Erste Gespräche und Überlegungen diesbezüglich gibt es bereits, einiges gilt es bereits im kommenden Winter umzusetzen, um auf die neue Situation zu reagieren.“ Und: „Wir wissen auch um das Bekenntnis des Landes Niederösterreich zum Skigebiet Reidl und sind dankbar, dass dadurch das Skifahren auch weiterhin in unserer Gemeinde als touristische Einrichtung erhalten bleibt“, ergänzt die Bürgermeisterin.

Ausbau der Reidl-Lifte vorgesehen

Zur Erinnerung: Im Zuge des Restrukturierungsprogramms des Landes im Skigebiet Annaberg ist neben dem Aus für die Pfarrboden-Lifte der Ausbau der höher gelegenen Reidl-Lifte vorgesehen. Einen Eckpfeiler bildet die Erhöhung der Schlagkraft der Beschneiungsanlage durch die Errichtung eines zusätzlichen Speicherteiches mit Investitionskosten von 1,2 Millionen Euro.

Nach dem Schlepplift Reidl V erfolgt der Abbau des Doppelsesselliftes Pfarrboden.  |  NOEN, Heidlmair

Außerdem wird im Bereich des Skizentrums Reidl-Lifte in Kooperation mit dem Landesskiverband Niederösterreich eine neue Trainings- und Rennstrecke errichtet. Zusätzlich zu diesen beiden Wintersportmaßnahmen ist der Ausbau des ganzjährigen Tourismusangebotes in Annaberg geplant.

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