Annaberg

Erstellt am 12. April 2017, 05:33

von Markus Zauner

10 Prozent mehr Gäste als Ziel. Wandersaison startet am 1. Mai: Mix aus Neuerungen und bewährten Elementen soll ein Besucherplus bringen.

Die Ötscher-Basis am Eingang zum Naturpark Ötscher-Tormäuer steht vor dem Saisonstart.   |  NOEN, Heidlmair

20 Prozent mehr Naturparkeintritte waren an der Ötscher-Basis in Wienerbruck am Eingang zum Naturpark Ötscer-Tormäuer von 2015 auf 2016 zu verbuchen. Geht es nach Geschäftsführer Florian Schublach, soll die heurige Wandersaison, die offiziell am 1. Mai eingeläutet wird, noch besser werden: „Wir hoffen auf eine Steigerung von fünf bis zehn Prozent, wobei wir hier natürlich immer sehr stark vom Wetter abhängig sind.“

Gelingen soll das neuerliche Besucherplus mit einem Mix aus Neuerungen und bewährten Elementen. Schublach: „Verstärkter Fokus wird heuer auf das Thema Hochlagenobst gelegt.

Neben dem Aktionstag dazu, der heuer am 21. Oktober stattfinden wird, dem Schnittkurs und dem Veredlungskurs wird es heuer auch zwei Veranstaltungen zum Thema Baumgesundheit und Sortenwissen geben. Hier steht die Ötscher-Basis als regionale Anlaufstelle für Fragen in diesem Bereich gerne zur Verfügung.“

„Wir merken einen Anstieg an Kinder- und Schulgruppen, die uns auf der Ötscher-Basis besuchen.“Naturpark-Geschäftsführer Florian Schublach

Im Naturpark selbst soll ein ausführlicher Managementplan erarbeitet werden. „Die Gespräche mit den Landesstellen verliefen bis jetzt vielversprechend“, erzählt Schublach. Details könnten derzeit noch nicht verraten werden. Und: Neben der NÖN-Lesern bekannten intensiveren Zusammenarbeit mit den Naturparkschulen verweist der Geschäftsführer auf ein umfassendes Veranstaltungsprogramm im ganzen Naturpark.

Genussreise als Highlight der Saison

„Ein Highlight der Saison wird heuer sicher die Genussreise Wild zum Vorderötscher. Hier können unsere Besucher tief in die Genusswelt des alpinen Mostviertels eintauchen und besondere Eindrücke mitnehmen“, verrät Schublach. Es zeige sich auch, dass die Arbeit der letzten Jahre langsam Früchte trage.

„Zum Beispiel merken wir einen konstanten Anstieg an Kinder- und Schulgruppen, die uns auf der Ötscher-Basis besuchen, um hier ihre Wander- und Projekttage zu verbringen. Wir sind natürlich mit unseren Vermittlern und Umweltpädagogen gut aufgestellt und können auf die Wünsche und Bedürfnisse der Gruppen eingehen“, so Schublach.

Er verweist zudem auf eine steigende Akzeptanz der „Hands-on“-Angebote, also aller Workshops und Wissensveranstaltungen: „Hier ist es aus meiner Sicht wichtig, dass wir mit einer gewissen Regelmäßigkeit unsere Ziele verfolgen und uns einen Interessentenkreis aufbauen.“

In Erinnerung ruft Schublach das Naturparkfest 2016: „Da haben wir es geschafft, mit dem spannenden und informativen Programm der Naturvermittler in Kombination mit dem gastronomischen Angebot der Ötscher-Basis genau die Interessen der Besucher zu treffen.“

Landesausstellung 2015 hat den Bekanntheitsgrad der Region stark erhöht

Der zentralen Bedeutung der Ötscher-Basis ist sich auch Annabergs Bürgermeisterin Petra Zeh bewusst: „Die Ötscher-Basis mit dem Ausflugsziel Naturpark — und in Annaberg im Besonderen mit den Ötschergräben, dem Kaiserthron und der Mariazellerbahn — hat eine große Bedeutung für den Sommertourismus.“

Die Landesausstellung 2015 habe den Bekanntheitsgrad der Region stark erhöht und ihr die Chance gegeben, Gäste, die während der Ausstellung zu Besuch waren, auch für spätere Besuche und Urlaube zu interessieren. „Das ist zum Teil gelungen. Mit weiteren Programmen und Veranstaltungen, wie den Gipfelklängen im Juni oder dem Sommerfest im August, wollen wir das Interesse unserer Gäste noch mehr erhöhen“, kündigt Zeh an.

Ortschefin Petra Zeh verweist auf vier Säulen

Ein Naturpark beruhe auf den vier Säulen Bildung, Schutz, Regionalentwicklung und Erholung. Zeh: „Wir versuchen, allen gerecht zu werden, auch dafür ist die Ötscher-Basis ein wichtiger Standort. Weiterbildungen unserer Natur- und Kulturvermittlung, Führungen und Aktivitäten mit unseren Naturparkschulen werden im Haus durchgeführt.“

Der Außenbereich rund um die Basis sei indes Platz für die heimische Flora und Insektenwelt, die man mit Schutzprojekten weiter erhalten wolle.