Erstellt am 27. Oktober 2015, 08:06

Asylprojekt präsentiert. Vorstellung des Vorhabens im ehemaligen Gasthaus Stiefsohn vor über 100 Zuhörern verlief ruhig und durchwegs positiv. Umsetzung soll Ende des Jahres starten.

Christoph Riedl, Geschäftsführer des Diakonie-Flüchtlingsdienstes, Bürgermeister Rudolf Pfeffer, Public-Relations-Beraterin Claudia Flekatsch-Kapsamer und Projektleiter Norbert Täubl (v. l.) bei der Präsentation des Asylprojektes am Nationalfeiertag.  |  NOEN, Zeller

Groß war das Interesse an der Bürgerinfo der Wiener Philharmoniker, die knapp vor Redaktionsschluss dieser Ausgabe zu Ende ging. Über 100 Interessierte fanden sich im ehemaligen Gasthaus Stiefsohn ein, wo die Philharmoniker zum hier geplanten Asylprojekt Rede und Antwort standen.

Fazit: Die Präsentation verlief ruhig und durchwegs positiv. Außer den NÖN-Lesern bekannten Fakten, dass hier nach Adaption Platz für vier Wohneinheiten mit etwa 70 Quadratmeter entstehen soll und die Philharmoniker in das gesamte Projekt (Adaption, Umbau, Kaufpreis) 250.000 Euro investieren wollen, gab es freilich wenige neue Fakten.

Zeitplan noch nicht fixiert

Zum Zeitplan sagt Projektinitiator Norbert Täubl: „Das Projekt ist erst angelaufen, wir hoffen jedoch, dass wir die benötigte Summe bis etwa Ende des Jahres gesammelt haben und dann sofort mit der Umsetzung des Konzeptes beginnen können.“ Und: „Die Philharmoniker sehen sich als Paten auf Lebenszeit. Es soll eine Gemeinschaftssache zwischen Diakonie, Wiener Philharmonikern, Gemeinde und Bevölkerung werden – das ist das Grundprinzip“.

Finanziert werden soll das Asylvorhaben aus eigenen Mitteln der Wiener Philharmoniker, teils durch Spenden und Crowdfunding. Das Projekt wird wissenschaftlich durch den Vorstand des Institutes für Wirtschaftssoziologie, Bernhard Knittel, begleitet.
 


ZITIERT

„Menschen, die eine neue Perspektive brauchen, integrieren sich rasch. Das ,Haus für Asylsuchende‘ wird von unserer Seite betreut, es wird immer jemand vor Ort sein. Es soll ein offenes Haus für unsere Klienten wie auch für die örtliche Bevölkerung sein.“  Christoph Riedl, Diakonie

„Es ist ein ideales, familienfreundliches Projekt, das in geordneten Bahnen läuft. Ich freue mich über die Unterstützung der Wiener Philharmoniker.“ Bürgermeister Rudolf Pfeffer

„Schön, dass an dieser Stelle etwas entsteht, wo Menschen in einer wohlwollenden Atmosphäre wurzeln können.“ Eine Stimme aus der Bevölkerung

„Man kann den Projektleitern nur gratulieren.“ Ein weiterer Zuhörer