Lilienfeld

Erstellt am 29. Juni 2016, 05:53

von Markus Zauner

Ärger über die Vermüllung. ,,Wir können nicht tatenlos zusehen“, so Vizeortschef. Eder kündigt Abhilfe des Müllproblems an.

Kein schöner Anblick sind die ständig wiederkehrenden Müllablagerungen am Grundstück des Asylquartiers in der Zdarskystraße.  |  NÖN, NÖN

42 Asylnehmer sind derzeit in der Zdarskystraße in einem Quartier von Herbert Eder untergebracht. „Die Außenanlagen bei dem Gebäude sind zum Teil vermüllt. Ich wurde in dieser Sache auch mehrmals von Gemeindebürgern angesprochen“, schildert Vizebürgermeister Wolfgang Labenbacher (VP) die Problematik. Er hat daher unter anderem Meldung an die Koordinierungsstelle für Ausländerfragen gemacht.

„Wir haben beim Land NÖ schon um Verlegung der Betreffenden angesucht“

„Wir können bei diesem Problem nicht tatenlos zusehen. Es ist Aufgabe der Betreiberfirma, die Müllentsorgung und Aufbewahrung entsprechend den allgemeingültigen Regeln durchzuführen. Mit der Meinung, dass hier Menschen aus einem anderen Kulturkreis mit anderen Gepflogenheiten wohnen, die den Müll anders entsorgen und man daher nichts machen kann, will ich mich nicht zufriedengeben“, betont Labenbacher.

Herbert Eder von der Quartiergeber-Firma SLC kündigt im NÖN-Gespräch Abhilfe an: „Die Müllproblematik ist uns bekannt. Wir haben beim Land Niederösterreich schon um Verlegung der betreffenden Personen angesucht.“ Eine Maßnahme, die nötig sei, weil auch disziplinäre Maßnahmen gegen die angesprochenen Flüchtlinge, laut Eder drei bis vier an der Zahl, nicht gefruchtet hätten. Geplant sei es nun, die Asylwerber auf Plätzen mit 24-Stunden-Betreuung unterzubringen, ergänzt Eder.

„Aus bau-, feuer- und sanitätspolizeilicher Sicht keine Gefährdung gegeben“

Überprüft wurde das Asylquartier in der Zdarskystraße auf Ersuchen Labenbachers übrigens auch baubehördlich, um die Sicherheit einzelner Gebäudebereiche unter die Lupe zu nehmen. „Aus bau-, feuer- und sanitätspolizeilicher Sicht ist keine Gefährdung gegeben“, fasst Bürgermeister Herbert Schrittwieser (ebenfalls VP) das Ergebnis einer prompt durchgeführten Begehung zusammen. Vorgeschrieben wurden vom Lilienfelder Ortschef dennoch einige umzusetzende Punkte — und die reichen von der Vorlage eines Elektroinstallationsprotokolls bis hin zur Fluchtwegsbeschilderung.

Schrittwiesers Fazit: „Wichtig ist in der Wahrnehmung als Gemeinde, die ganze Sachlage im Zusammenhang mit der Asylwerberunterbringung zu kontrollieren und ein Auge darauf zu werfen.“