Erstellt am 22. März 2016, 07:41

von Astrid Krizanic-Fallmann, Gila Wohlmann und Nadja Straubinger

Auszeichnung für drei Gemeinden. Kaumberg, Türnitz und Hohenberg bewarben sich für die

Vizebürgermeister Michael Wurmetzberger (l.) und Jugend-Gemeinderätin Marina Sörös erhielten die Zertifizierung von Landesrat Karl Wilfing. Foto:  |  NOEN, NLK Johann PfeifferNLK Johann Pfeiffer

164 Gemeinden wurden niederösterreichweit als Jugend-Partnergemeinde zertifiziert, drei davon – Kaumberg, Türnitz und Hohenberg – liegen im Bezirk Lilienfeld. „Die Rekordbeteiligung zeigt, dass die Zertifizierung eine große Bedeutung für die Jugendarbeit in Niederösterreich hat“, freut sich Landesrat Karl Wilfing.
„Familienfreundliche Gemeinde“ ist Kaumberg schon seit einigen Jahren, nun darf sich die Gemeinde bis 2018 auch „NÖ Jugend-Partnergemeinde“ nennen.

Besondere Projekte in Kaumberg

„Wir sind das erste Mal dabei“, sagt Jugend-Gemeinderätin Marina Sörös, die für die Bewerbung verantwortlich ist. Um die Bestätigung, dass Jugendarbeit mit hoher Qualität geboten wird, zu bekommen, müssen verschiedene Kriterien erfüllt sein. „Es gibt in Kaumberg dazu besondere Projekte, zum Beispiel im Bereich Bewegung, Ernährung oder mentaler Gesundheit, die von der Union bis hin zu Privatpersonen durchgeführt werden“, berichtet Sörös.

Weiters stehen etwa der Beachvolleyballplatz oder der öffentliche Krafttrainingsraum in der ehemaligen Zughaltestelle zur Verfügung. Sechs Gemeinderäte seien außerdem unter 30 Jahre alt. Kochkurse für alle Altersstufen sowie ein Schritte-Weg sind Vorhaben, die in den nächsten Monaten umgesetzt werden sollen, erwähnt die Jugend-Gemeinderätin.

Zum ersten Mal Jugend-Partnergemeinde ist Hohenberg. Jugend-Gemeinderätin Christine Wagner (VP) hat auf ihre Initiative hin für die Gemeinde Hohenberg die Bewerbung zur Jugend-Partnergemeinde eingereicht. „Wir haben in Hohenberg bereits viele Angebote für Kinder und Jugendliche und wollen diese weiter ausbauen. Da habe ich mir gedacht, die Jugend-Partnergemeinde ist eine gute Plattform dafür“, sagt sie. So verweist sie auf die geplante Revitalisierung des Kinderspielplatzes in Hinterberg, der nach den Ideen der Kinder umgestaltet werden soll, aber auch auf den bestehenden Funpark und Beachvolleyballplatz für Jugendliche. „Unsere verschiedenen Vereine sind aber auch im Bereich der Jugendarbeit sehr aktiv. Alles in allem ist es unser Ziel, dass wir so die Jugend länger im Ort halten und für sie Lebensqualität schaffen wollen“, betont die Hohenberger Jugendgemeinderätin.

"Die Auszeichnung ist für sie eine Bestätigung"

„Es freut uns, dass wir die Zertifizierung das zweite Mal in Folge geschafft haben“, so die Türnitzer Jugend-Gemeinderätin Silvia Panzenböck. Die Auszeichnung ist für sie eine Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein. Um das zu erreichen, wurde in Türnitz einiges getan. Die Ferienspiele mit durchschnittlich 20 Veranstaltungen etwa gibt es seit 16 Jahren und seit 18 Jahren veranstalten die Tagesmütter des NÖ Hilfswerks und das Kinderteam Türnitz das Weihnachts- und Osterbacken sowie -basteln, die Schulschlussparty sowie das Kinderschminken auf Kinder- und Jugendveranstaltungen. Außerdem gebe es mehr als 50 Vereine, die hervorragende Jugendförderung leisten, diverse Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie den Jugendcontainer und Lokale, in denen sich die älteren Jugendlichen treffen können. Abschließend erklärt Panzenböck das Ziel der Marktgemeinde: „Alle Lebensphasen sollen noch mehr in das Gemeindeleben mit eingebunden werden.“