Lilienfeld

Erstellt am 05. Juli 2016, 05:35

Lokalaugenschein : Protest gegen den Lärm . Geprüft werden soll nun Errichtung einer Lärmschutzwand. Auch runder Tisch zur Holzverladung geplant.

Bürgermeister Herbert Schrittwieser, Vizebürgermeister Wolfgang Labenbacher, Umweltanwalt Herbert Beyer und ÖBB-Vertreter diskutierten am Donnerstag im Rahmen eines Lokalaugenscheins mit Anrainern am Bahnhof Schrambach die Problematik.  |  NOEN

Nicht neu, aber unverändert aktuell sind die Lärm- und Geruchsbeschwerden von Anrainern des Bahnhofs Schrambach aufgrund der Holzverladung und ÖBB-Triebwägen. Das hat ein Lokalaugenschein am Donnerstag gezeigt.

In teils sehr emotional verlaufenen Wortmeldungen machten Bürger ihrem Ärger freie Luft. „Der Dieselgestank in meinem Garten ist ein Wahnsinn.“ „Warum wird nicht in Freiland Holz verladen? Dort sind nicht so viele bewohnte Häuser“: Das waren nur zwei der vielen Aussagen. Rund zwei Drittel der ÖBB-Triebwagenführer würden sich nicht an die Vereinbarung zur Lärmreduktion halten, so ein konkreter Vorwurf der Anrainer. Und wenn mit der Holzverladung schon nicht nach Freiland ausgewichen werden könne, dann zumindest auf den nördlichen Bereich des Bahnhofs Schrambach, lautete eine Forderung der Bürger.

Nächste Gesprächsrunde im Oktober geplant

„Gibt es Lösungsansätze?“, wollte ein Anrainer von Bürgermeister Herbert Schrittwieser wissen, woraufhin dieser einräumte: „Das Problem ist nicht einfach mit einem Fingerzeig wegzubringen.“ Allerdings hatte der Ortschef zuvor unter anderem mit Umweltanwalt Herbert Beyer und ÖBB-Vertretern intensiv beraten, wie die Situation für die Anrainer verbessert werden kann. Geprüft werden soll demnach die Errichtung einer Lärmschutzwand. Am 3. Oktober ist dazu am Gemeindeamt Lilienfeld bereits eine weitere Gesprächsrunde geplant.

Und: Ein runder Tisch soll sämtliche Holzlieferanten und ÖBB-Gesellschaften zusammenbringen. Schrittwieser: „Eines der Themen dieses runden Tisches soll auch sein, zu besprechen, ob nicht Holzverladungen vom Bahnhof Schrambach in den Bahnhof Freiland verlegt werden können.“

Seitens der ÖBB wurden die Anrainer im Rahmen des Lokalaugenscheins erneut informiert, Beschwerden in der Betriebsabwicklung sofort bei der Bahn zu melden.