Erstellt am 21. September 2015, 19:38

von Gila Wohlmann

Bangen um Apotheke in Hohenberg. Hohe Schulden haben sich im Rahmen der Verlassenschaft von Arzt Norbert Starzengruber angehäuft.

Bildtext: Die Zukunft der St.-Hubertus-Apotheke Hohenberg ist im Moment in Schwebe.  |  NOEN, Foto: Gravogel
Rund 105.000 Euro an Verbindlichkeiten und das ohne die Forderungen der Banken. So laut die Erstauskunft des Kreditschutzverbandes von 1870 auf NÖN-Anfrage zum laufenden Insolvenzverfahren der St.-Hubertus-Apotheke Hohenberg, die zur Verlassenschaft des Gemeindearztes Norbert Starzengruber gehört. Zur Erinnerung: Dieser ist durch Freitod aus dem Leben geschieden.

Seine Praxis wurde vorerst als Witwenpraxis weitergeführt. Mittlerweile hat Ruth Eder-Harm die Stelle der Gemeindeärztin in neuer Ordination im Sozialzentrum übernommen  (die NÖN berichtete).

Zustand für Kunden und Patienten nicht tragbar

Die erste Prüfungstagsatzung zum Insolvenzverfahren findet am 17. November statt.
Bürgermeister Heinz Preus: „Der derzeitige Zustand in der Apotheke ist für die Kunden und Patienten nicht tragbar. Es gibt nur sehr wenige Medikamente, vieles ist nicht vorrätig!“ Diese Rückmeldungen bekäme die Gemeinde immer wieder.

Masseverwalter Rechtsanwalt Markus Mayer aus St. Pölten berichtet, dass „er bestrebt sei, die Apotheke weiter zu führen.“ Interessenten werden gesucht. Derzeit läuft der Betrieb noch weiter. Wie lange konnte man heute noch nicht sagen.

Das Gesundheitszentrum von Starzengruber ist derzeit  geschlossen.
Bürgermeister Heinz Preus: „Wir sind seitens der Gemeinde auf jeden Fall bemüht, rasch nach einer unbürokratischen Lösung zu suchen, dass auch jene, die nicht mobil sind, Medikamente im Ort erhalten.“