Erstellt am 15. Dezember 2015, 15:33

Barrierefreiheit in der WK-Bezirksstelle in Lilienfeld. Vorbildlich | Ob mit Rollator, Rollstuhl oder Kinderwagen: Besucher der Wirtschaftskammer können sich ohne Hindernisse frei im Gebäude bewegen. Lift, Behinderten-WC und breitere Türen erleichtern Mobilität.

Gerade von Eltern mit Kinderwägen wird der Lift in der Wirtschaftskammer Lilienfeld gerne genutzt.  |  NOEN, WK-Bezirksstelle Lilienfeld
Entgeltliche Kooperation: Die WKO NÖ und die NÖN präsentieren barrierefreie Unternehmen in Niederösterreichs.

Barrierefreie Wirtschaft: Teil 2

2014 wurde die Bezirksstelle der Wirtschaftskammer Lilienfeld umgebaut. Dabei wurden die gesetzlichen Erfordernisse für die Einhaltung der Barrierefreiheit berücksichtigt. „Vorgegebene Türbreiten, das Behinderten-WC, die Beschilderungen und der neue Lift sind die wichtigsten Neuerungen auf unserer Bezirksstelle“, informiert Karl Oberleitner, Obmann der Wirtschaftskammer Lilienfeld, und freut sich:

„Die Reaktionen der Besucher auf diese Maßnahmen sind positiv.“ Umbauten wie breitere Gänge und weniger Stufen machen es ja nicht nur Menschen mit Behinderung leichter: Auch ältere Personen, insbesondere aber auch Mütter und Väter mit Kinderwagen freuen sich, wenn sie den Lift benützen können. „Für mich steht dieser Umbau auch in gewisser Weise für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung“, manifestiert der Wirtschaftskammerobmann.

Das Thema „Barrierefreiheit“ ist auch bei den Unternehmen im Bezirk Thema. „Das haben wir an der hohen Anzahl an Anfragen nach Barrierefreiheit-Beratungen gesehen“, so Oberleitner.
Die Wirtschaftskammer bietet online einen Selbstcheck an, den die Unternehmen dann im Rahmen einer geförderten Beratung vertiefen können. Dabei kommt der Berater direkt in den Betrieb und gibt konkrete Tipps für die Umsetzung von Barrierefreiheit-Maßnahmen.

„Jede Firma hat natürlich andere räumliche Gegebenheiten. Was aber oft umgesetzt wurde, waren die Markierung von Stiegen oder Glasflächen und ein zweiter Handlauf zum Anhalten beim Stiegensteigen. Oft lassen sich die Stiegen nicht einfach „wegzaubern“, erläutert Oberleitner weiter. Vor allem bei Altbauten gibt es immer wieder kreative Lösungen wie eine Klingel an der Türe, mit der der Unternehmer gerufen wird und dann seine Hilfe anbieten kann.

„Der Zugang zu diesem Thema war sehr offen und sollte als Chance gesehen werden. Es geht ja auch darum, neue Kundengruppen zu erschließen. Natürlich kann erst die Praxis zeigen, ob noch etwas gemacht werden muss“, schließt der WK-Chef.

Wussten Sie schon?

Was heißt Barrierefreiheit?

Barrierefreiheit bedeutet, dass Gebäude, Geschäfte, Verkehrsmittel, Gebrauchsgegenstände, Dienstleistungen und IT-Systeme von Menschen mit Behinderungen ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe benutzt werden können.

Warum Barrierefreiheit?

Damit Menschen mit Behinderung
nicht diskriminiert werden („Diskriminierungs-Schutz“). Die zehnjährigen Übergangsbestimmungen des Bundesbehindertengleichstellungsgesetzes laufen mit 31. 12. 2015 aus. Ab 1. 1. 2016 müssen alle Betriebe barrierefrei sein, sofern die Beseitigung der Barrieren zumutbar ist.

Wer muss barrierefrei sein?

Das Behindertengleichstellungsrecht gilt für alle Unternehmen,
die Güter und Dienstleistungen anbieten, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Dazu zählen Banken, Handelsbetriebe, Hotels, Gastronomiebetriebe, Busunternehmer, Reisebüros, Kinos, Friseure und viele mehr.


Die Experten der WKNÖ helfen gerne

Ansprechpartner in der WK-Bezirksstelle Bruck:
Thomas Petzel
Wiener Gasse 3
2460 Bruck an der Leitha
02162/62141
bruck@wknoe.at

Weitere Infos im Internet:
wko.at/noe/barrierefreiheit
 


Mehr Infos:  wko.at/noe/barrierefreiheit