Erstellt am 31. März 2016, 16:14

von Gila Wohlmann

Bauern sind unzufrieden. Niedrige Produktpreise, Registrierkassen und geplantes Freihandelsabkommen machen Landwirtsein nicht leichter.

Kammerrat Manfred Mitmasser, Ortschef Albert Pitterle, Landeskammerrat Daniel Heindl, Bezirksbäuerin Veronika Heinz, Referentin Cornelia Baumgartner, Helmut und Petra Schmölz, Kammerobmann Reinhold Mader und Franz Wiesbauer (v. l.) sprachen übers Freihandelsabkommen  |  NOEN, zVg

Eine große Unzufriedenheit bezüglich der aktuell schwierigen Lage der Landwirtschaft. Das war deutlich bei der Podiumsdiskussion im Landgasthof zum Schüller zu spüren.

120 Landwirte aus mehreren Bezirken fanden sich ein. Die niedrigen Produktpreise quer durch alle Sparten der Lebensmittel, das Aufbrechen des Lebensmittelkennzeichnungsdschungels, verbunden mit der Registrierkassenpflicht und der bevorstehenden Einheitswertbescheiderhöhungen: „Das alles bereitet den Bauern natürlich große Sorgen“, so Bezirksbäuerin Veronika Heinz. Cornelia Baumgartner erläuterte dabei das geplante Freihandelsabkommen EU-USA (TTIP) und begründete Erwartungen der Wirtschaft, aber auch Bedenken in der Bevölkerung wie eben Einbußen in der Landwirtschaft.

„Sonnentor“-Gründer Johannes Gutmann und Mitinitiator der Plattform „KMU gegen TTIP“ machte aus seiner Ablehnung gegenüber TTIP kein Geheimnis. Dass unmittelbarer Handlungsbedarf in der Regierungsvertretung besteht, ist für die Bauern des Bezirks unumstritten. „Wie die konkrete Umsetzung in Übereinstimmung mit der Mehrheit im Parlament – die leider nicht die bäuerlichen Interessen als Priorität sieht – aussehen kann, steht für mich in den Sternen“, fasst Heinz den Abend kritisch zusammen.