Erstellt am 17. Februar 2016, 05:19

Bezirk Lilienfeld: AMS legt Latte hoch. / Einschaltgrad am Stellenmarkt soll ausgebaut und dauerhafte Ausgrenzung von Jobsuchenden verhindert werden. STADT & / 

 |  NOEN, Burggraf

Mit dem Hintergrund einer schwierigen Arbeitsmarktentwicklung und eines klaren Ressourcenrahmens steht das Arbeitsmarktservice (AMS) Lilienfeld vor einem herausfordernden Arbeitsjahr.

„Verhinderung von dauerhafter Ausgrenzung aus dem Arbeitsmarkt ist ein Schwerpunkt. Des weiteren gilt es, die Reintegrationschancen von Frauen und Personen mit Migrationshintergrund zu verbessern sowie den Einschaltgrad am Stellenmarkt auszubauen“, sagt AMS-Chefin Margareta Selch.

Heuer sollen 913 freie Stellen und Lehrstellen besetzt sowie mindestens 239 Vakanzen mit einem monatlichen Bruttoverdienst von 1.900 Euro pro Vollzeitstelle akquiriert werden. Geplant ist auch, dass 174 jobsuchende Frauen und 285 Männer ab 45 wieder ins Berufsleben kommen. Junge sollen hingegen nicht länger als ein halbes Jahr ohne Job oder Ausbildung sein. „Die Ausbildungsgarantie ist ein ungebrochen zentrales Anliegen“, betont Selch.

Qualifizierungen für Frauen eingerichtet 

Um den Aufbau der Sockelarbeitslosigkeit im Haupterwerbsalter bis 45 Jahre zu verhindern, möchte das AMS Lilienfeld 30 Personen, die bereits mehr als zwölf Monate vorgemerkt sind, nachhaltig in den Arbeitsmarkt integrieren. „Mit Nachhaltigkeit meinen wir, dass diese Personen mindestens 62 Tage durchgängig in einem Dienstverhältnis stehen“, erklärt die Geschäftsstellenleiterin ein ebenfalls wichtiges Ziel für 2016.

In Zeiten hohen Konkurrenzdrucks laufen außerdem vor allem Frauen, die familiär bedingt eine Erwerbspause einlegen mussten, oder nur eine geringe Ausbildung vorweisen können, Gefahr, langzeitarbeitslos zu werden. Das AMS Lilienfeld steuert hier mit maßgeschneiderten Qualifizierungsangeboten dagegen.

So wurde von November 2015 bis 9. Februar von ZIB-Training der Kurs „Wiedereinstieg mit Zukunft“ für Frauen mit nicht deutscher Muttersprache durchgeführt. Zehn Frauen, aus der Türkei, Ungarn, Slowakei, Mazedonien und Rumänien stammend, nutzten diese Chance. „Eine Frau hat während des Kurses einen neuen Job gefunden, eine andere ist in eine weiterführende Deutschqualifizierung gewechselt“, weiß Selch.