Erstellt am 18. Juli 2017, 05:52

von Gila Wohlmann

Gemeinsam.sicher: Startschuss für Pilotprojekt. Tierschutz und Verkehrssicherheit sind im Fokus eines Projektes von Polizei und Jägern.

Für effizientes Agieren bei Wildunfällen, nicht zuletzt auch im Sinne des Tierschutzes, setzen sich Bezirksjägermeister Martin Schacherl, sein Stellvertreter Ferdinand Heindl, Polizist Josef Eigelsreiter, Vize-Bezirkspolizeikommandant Christian Filzwieser, Bezirkspolizeikommandant Michael Hochgerner, Bezirkshauptmann Franz Kemetmüller und sein Stellvertreter Andreas Grießler (von links) ein.  |  Privat

„In den letzten Jahren haben sich durch örtliche Veränderungen bei der Polizei sowie den teilweise komplizierten Grenzverlauf der Jagdreviere im Straßenbereich oft Verständigungsschwierigkeiten zwischen Polizei und Jägerschaft bei Unfällen mit Wild ergeben“, weiß Bezirksjägermeister Martin Schacherl. Kompliziert sei es dann oft gewesen, das verwundete Wild auch zu finden, um es zu erlösen. Probleme gab es auch, welcher Jäger nun zum Abschuss befugt sei.

„Das rasche Entfernen von auf der Fahrbahn liegenden Wildtieren ist ein wesentlicher Beitrag zur Verkehrssicherheit.“ MichaelHochgerner, Bezirkspolizeichef

Dieses Manko soll nun der Vergangenheit angehören, denn Polizei und Jägerschaft im Bezirk haben unter dem Motto „Gemeinsam.sicher mit der Jägerschaft“ ein genau konzipiertes Pilotprojekt gestartet. Auf Initiative von Bezirkshauptmann-Stellvertreter Andreas Grießler, Bezirkspolizeikommandant Michael Hochgerner, Bezirksjägermeister Martin Schacherl und Stellvertreter Ferdinand Heindl wurde eine für alle Beteiligten adäquate Lösung angestrebt. „Als Ziele standen die Rechtssicherheit für die einschreitenden Organe der Jägerschaft sowie die Vereinfachung der Verständigungsabläufe zwischen Polizei und Jäger im Vordergrund“, erklärt Bezirkspolizeikommandant Michael Hochgerner.

Josef Eigelsreiter waren die Problemstellungen von beiden Seiten – als Hegeringleiter von Türnitz sowie dienstführender Polizeibeamter – bekannt. So konnte auf die jeweiligen Anforderungen Bedacht genommen werden. Jetzt wurden Jäger mit Berechtigung zum Abschuss für Straßen mit öffentlichem Verkehr namhaft gemacht.

„Diese dürfen auch außerhalb ihres Revieres ein im Straßenverkehr verwundetes Wild erlösen und sind rechtlich abgesichert“, erklärt Schacherl. Zeitnahes und tierschutzgerechtes Vorgehen stehen im Fokus. „Das rasche Entfernen von auf der Fahrbahn liegenden Wildtieren ist ein wesentlicher Beitrag zur Verkehrssicherheit“, merkt Hochgerner überdies an.