Erstellt am 11. April 2017, 12:45

von Gila Wohlmann

Gemeinsam.sicher: Vernetzung ist gefragt. Wenn Austausch zwischen Bürgern, Gemeinden und Polizei funktioniert, kann das Sicherheitsempfinden gestärkt werden. Polizist Roland Berger ist Ansprechpartner.

Roland Berger (4. v. r.) präsentierte das Projekt „Gemeinsam.sicher“, im Bild mit Christian Leeb, Markus Leopold, Michael Wurmetzberger, Roland Sagmüller, Albert Pitterle, Reinhard Hagen, Johann Gastegger, Rudolf Pfeffer, Alois Kaiser und Bezirkshauptmann Franz Kemetmüller (v. l.).  |  NOEN, privat

Gemeinsam.sicher: Die bundesweite Initiative von Innenminister Wolfgang Sobotka startet nun auch im Bezirk Lilienfeld.

Polizist Roland Berger, Sicherheitskoordinator für den Bezirk Lilienfeld, stellte das Projekt bei der Bürgermeisterkonferenz vor. „Durch die enge Zusammenarbeit von Polizei, Gemeinden, Bürgern, Vereinen und Sicherheitskoordinatoren sollen sicherheitsrelevante Herausforderungen angegangen und maßgeschneiderte Lösungen vor Ort erarbeitet werden“, betont dazu Berger.

Pro Polizeidienststelle im Bezirk gibt es einen Beamten, der als Sicherheitsbeauftragter fungiert, für die Gemeinden sieht das Projekt Sicherheitsgemeinderäte vor, welche in einigen Gemeinden bereits bestimmt wurden, dieser Prozess ist aber noch im Gange.

„Die Sicherheitslage im Bezirk Lilienfeld würde ich als sehr hoch einstufen.“ Polizist Roland Berger, Bezirkskoordinator für Gemeinsam.sicher

Nunmehr geht es daran, in den einzelnen Gemeinden Sicherheitspartner für dieses Projekt zu finden. „Sicherheitspartner sind Menschen, die in einer Gemeinde Interesse am Mitgestalten von Sicherheit haben. Sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Projektes und sollen sicherheitsrelevante, regionale Probleme kommunizieren, als Sprachrohr für Bürger und Polizei dienen und aktiv an der Problemlösung teilnehmen. Auch Vereine können Sicherheitspartner sein“, so Berger.

Lösungen werden erarbeitet

Wenn etwa ein Sicherheitspartner an die Gemeinde herantritt und mitteilt, dass sich Leute an einer gewissen Stelle im Ort unwohl fühlen, wird unter Einbindung der betroffenen Personen mit dem Sicherheitspartner, dem Sicherheitsgemeinderat und dem Sicherheitsbeauftragten eine Lösung erarbeitet. Oft hätten, so Berger, schon kleinste Maßnahmen wie das Verbessern einer Straßenbeleuchtung große Wirkung, um das subjektive Sicherheitsgefühl zu heben.

„Die Sicherheitslage im Bezirk Lilienfeld würde ich als sehr hoch einstufen“, sagt er und begründet, dass der Bezirk Lilienfeld im landesweiten Vergleich noch immer zu einem der sichersten Bezirke in ganz Niederösterreich gehört. „Das beruht zum einen auf der exponierten Lage im Voralpenland ohne direkte Anbindung an Autobahnen, die mobilen Tätergruppen leichte Fluchtmöglichkeiten bieten würden, aber natürlich auch auf der permanenten Präsenz der Polizei im Bezirk“, meint Berger.