Erstellt am 08. November 2015, 09:32

von NÖN Redaktion

Großübung im Fadental. Sechs Feuerwehren aus Niederösterreich und der Steiermark probten im ehemaligen Nobel-Gasthof Labenbacher den Ernstfall.

 |  NOEN, BFKDO Lilienfeld, OBI Christian Teis
Das seit rund 10 Jahren geschlossene Gasthaus brannte bereits Mitte der 80iger Jahren teilweise ab, heute diente es der Feuerwehren für kommende Brände zu trainieren.
 
Im Schankbereich bricht ein Brand aus, der Koch und ein Gast können sich nicht mehr selbst retten und müssen von den Wehren gerettet werden, Gasflaschen und Chemikalien, wie beinahe in jedem Gasthaus üblich, kommen erschwert hinzu, so die Übungsannahme. Wäre dem nicht genug, kommt dazu, dass der ehemalige Gasthof rund 25 Kilometer entfernt von der zuständigen Feuerwehr St. Aegyd Markt liegt, selbst die nächst gelegene Feuerwehr Mariazell hat noch immer stolze 12 Kilometer Anfahrtsweg. Anfahrtszeiten zwischen 22 und 35 Minuten waren dabei einzuplanen.



Durch die damalige Bauweise, der gesamte Gebäudekomplex besteht aus einem einzigen Brand- und Rauchabschnitt, wurde die Lage zusätzlich verschärft und wäre bei einer weiteren Brandkatastrophe nach dem Umbau wahrscheinlich zur Falle für viele Gäste geworden, immerhin war der Landgasthof Labenbacher in den 90igern ein gut besuchtes Seminarhotel bei dem sich die Promis die Klinke in die Hand gaben.

So realitätsnah wie möglich

 Einsatzleiter OBI Bernhard Gruber von der FF St. Aegyd Markt ließ umgehend mehrere Atemschutztrupps zeitgleich zur Menschenrettung in den Innenbereich eintreten um die vermissten Personen zu suchen, die Zerstörungen im Inneren des Gebäudes, die Jahre haben ihre Spuren hinterlassen, waren dabei fast authentische Hindernisse wie sie auch im echten Einsatz vorkommen. Starke Vernebelung und "echte Brandherde" taten das übrige um die Übung so realitätsnah wie möglich zu gestalten.
 
Die seit einem Jahr verfügbare gemeinsame Funkplattform zwischen Steirischen und Niederösterreichischen Feuerwehren erwies sich einmal mehr als effiziente
Hilfe, auch wenn die Ausweichfrequenzen nicht mitberücksichtigt wurden.
Bei der Übungsbesprechung konnte Bezirkskommandant-Stellvertreter BR Richard Fuchs dennoch den insgesamt 68 teilnehmenden Feuerwehrmitgliedern, darunter auch der ehem. Bezirkskommandant ELFR Helmut Warta, einen positiven Übungsbericht geben.