Annaberg , Hainfeld , Hohenberg , Kaumberg , St. Aegyd am Neuwalde , Türnitz

Erstellt am 21. April 2017, 08:18

von Redaktion noen.at

Später Wintereinbruch hielt Florianis auf Trab. Sturmtief Otto bescherte den Feuerwehren des Bezirks Lilienfeld diese Woche eine Menge Arbeit, 38 Alarmierungen mussten abgearbeitet und weit über 100 Fahrzeuge geborgen werden. Der Gerichtsberg und die Klammhöhe auf der einen Seite bzw. das Kernhofer Gscheid und der Lahnsattel auf der Anderen waren dabei die Hotspots (wir hatten berichtet).

In den frühen Mittwochmorgenstunden um 4.21 Uhr begann mit einem Alarm für die Feuerwache Annaberg einer der einsatzreichsten Tage der vergangenen Jahre. Der häufigste Einsatz war in der Folge eine Lkw-Bergung, laut einer Aussendung des BFKDO Lilienfeld vor allem wegen Lastwagen-Fahrern, "die sich das Anlegen der Ketten ersparen wollten und dabei die Straßen blockierten."

Kaumberger und Hainfelder Florianis wurden alarmiert um einen von der Straße abgekommenen und über eine Böschung gerutschten Pkw zu bergen.

"Eine Totalsperre der A21 ab den späteren Nachmittagsstunden zwischen Steinhäusl und Brunn/Gebirge verschärfte die Situation nochmals, viele Auto- und Lkw-Fahrer wollten über die B20/B21 ausweichen und in Leobersdorf wieder auf die A2 auffahren - der Gerichtsberg machte es für diese Autofahrer jedoch nicht wirklich leichter", so das BFKDO Lilienfeld.

Leicht hatten es auch die Einsatzkräfte nicht. "Rücksichtslose Lenker, die einfach Absperrungen ignorierten und in Schlangenlinien zwischen den Einsatzkräften umherrutschten, machten die Arbeiten nicht nur schwerer, sondern auch lebensgefährlich. In Zukunft werden solche Autolenker wohl angezeigt werden müssen", schilderten die Florianis.

In Türnitz musste ein ausländischer Fahrzeuglenker aus seinem Fahrzeug gerettet werden, der in seinem eingeschneiten Fahrzeug übernachten und die Sperre der B20 zwischen Türnitz und Annaberg wegen hoher Lawinengefahr abwarten wollte.

Auch die Hohenberger FF war aktiv, bei einem Einsatz gegen 13 Uhr musste sie gleich fünf hängengebliebene Laster bergen und am späten Nachmittag half sie einer Wilhelmsburger Lenkerin, die mit ihrem Auto in den Straßengraben gerutscht war.

Am Donnerstag bargen die Feuerwehren ebenfalls einige hängengebliebene Laster, vor allem am Ochsattel und in der Kalten Kuchl. Im Laufe des Tages änderten sich dann die Alarmierungen - aus den Winter-Einsätzen wurden vermehrt Ausrückungen wegen Sturmschäden. Abgebrochene Äste und umgeworfene Bäume mussten beseitigt werden, in St. Aegyd sicherte man einen einsturzgefährdeten Pferdestall.